Zurück in die Vergangenheit

by Bücherstadt Kurier

Mit „Feuer und Stein: Ali­ens“ legt Cross Cult den zwei­ten Band des Cross­over-Pro­jekts der Rei­hen „Pro­me­theus“, „Ali­ens“ und „Pre­d­a­tor“ vor. In die­sem Teil macht die Geschichte einen Sprung um etwa vier­zig Jahre zurück ins Jahr 2179 und knüpft somit an den zwei­ten „Alien“-Film von James Came­ron an: „Ali­ens – Die Rück­kehr“ aus dem Jahre 1986. Wie der erste Band der Reihe erschien die­ser Teil zunächst in vier Ein­zel­hef­ten, die von Dark Horse Comics von Sep­tem­ber bis Dezem­ber 2014 her­aus­ge­ge­ben wor­den sind. Die deut­sche Aus­gabe des Sam­mel­ban­des liegt hier­zu­lande seit Juli 2015 vor.

Feuer und Stein 2 - AliensWäh­rend die Cover und Kapi­te­l­il­lus­tra­tio­nen erneut von David Pal­umbo stam­men, agie­ren dies­mal Patric Rey­nolds („Joe Golem“) und Dave Ste­wart als Illus­tra­to­ren und Chris Rober­son (u.a. „X‑Men: The Return“) zeich­net sich für die Geschichte verantwortlich.

Vom Regen in die Traufe

Die Hand­lung setzt unmit­tel­bar wäh­rend eines Xeno­morph-Angrif­fes auf die Hadley’s Hope ein, eine Ter­ra­forming-For­schungs- und Berg­bau-Kolo­nie der Wey­land-Yutani Cor­po­ra­tion auf dem Pla­ne­to­iden LV-426. Nur wenige Men­schen schaf­fen es auf das eigent­lich nur für den Ein­satz in nied­ri­ger Umlauf­bahn geeig­nete Trans­port­schiff Ona­ger und ver­las­sen den Pla­ne­to­iden in Rich­tung eines Nach­bar­mon­des, den LV-223.
Mit Ach und Krach dort mehr abge­stürzt als gelan­det, müs­sen die unglück­li­chen Über­le­ben­den schnell fest­stel­len, dass sie die Bedro­hung mit­ge­bracht haben: Einige der Xeno­mor­phe haben es in den Fracht­raum geschafft und dezi­mie­ren die Gruppe erneut. Es bleibt nur die Flucht in den Dschun­gel, fort von den Vor­rä­ten und dem ret­ten­den Sen­de­emp­fän­ger, mit dem man ein Not­si­gnal hätte abset­zen können.

Die Gruppe rich­tet sich nun, so gut es geht, neu ein und muss sehen, wie sie in der über­ra­schend flo­rie­ren­den Umge­bung über­le­ben kann. In den Wochen und schließ­lich Mona­ten müs­sen sie immer wie­der vor den Angrif­fen der Xeno­mor­phe flie­hen und der Streit um eine Hand­ha­bung des Pro­blems ent­brennt. Müde davon wen­det sich der For­scher Rus­sell neuen For­schungs­fra­gen zu und zieht sich größ­ten­teils in eine Höhle auf einem Berg, den die Angrei­fer uner­klär­li­cher­weise mei­den, zurück. Warum hat sich die­ser eins­tige Wüs­ten­mond inner­halb kür­zes­ter Zeit in einen beleb­ten Dschun­gel ver­wan­delt und was hat die­ser schwarze Schleim, der über­all zu fin­den ist, damit zu tun?

Eines Tages fängt er eine umher­schwei­fende Sonde der Wey­land-Yutani Cor­po­ra­tion, die dort eigent­lich nichts zu suchen gehabt hätte. Nach einer Umpro­gram­mie­rung zei­gen ihre Auf­zeich­nun­gen ihm ein fremd­ar­ti­ges Raum­schiff, das bahn­bre­chende wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nisse bedeu­ten könnte. Allein macht er sich auf den Weg zu die­sem Schiff, wäh­rend die Gruppe sich bald einer hor­ren­den Muta­tion zwi­schen einem ihrer ent­führ­ten Kame­ra­den und einem Xeno­morph gegenübersieht...

Die Geschichte ent­wi­ckelt sich weiter

Der zweite Band visua­li­siert den Über­le­bens­kampf der Ona­ger-Gruppe in gekonn­ter „Alien“-Manier. Obwohl die Hand­lung nicht wie üblich in den Ein­ge­wei­den eines düs­te­ren Raum­schif­fes spielt, schaf­fen die Zeich­ner eine düs­tere und span­nungs­ge­la­dene Stim­mung. Der fremde Pla­ne­toid, der schon in Band 1 vor­ge­stellt wurde, erscheint in gedeck­ten unheil­schwan­ge­ren Far­ben und die Lage erscheint aus­sichts­los und in zuneh­men­dem Maße mys­te­riös. Die Ver­knüp­fun­gen zu den Gescheh­nis­sen im Vor­gän­ger wer­den intel­li­gent ein­ge­bracht und lie­fern eine Erklä­rung für das Auf­fin­den der Ona­ger durch die Besat­zung von Cap­tain Angela Fos­ter. Doch wer­den wei­tere Fra­gen bezüg­lich des frem­den Schif­fes auf­ge­wor­fen, die in die­sem Teil der Geschichte unge­klärt bleiben.

Der Band ent­hält zudem die Zusatz­ge­schichte „Ali­ens: Sta­tus­be­richt“, die eine direkte Ver­bin­dung zum Film von 1986 schafft. Bei die­sem Band han­delt es sich zwar um keine direkte Fort­füh­rung der ursprüng­lich im ers­ten Band begon­ne­nen Geschichte, aber er fügt sich sehr gut in die Reihe ein und klärt einige im ers­ten Teil vor­lie­gende Bege­ben­hei­ten. Erneut han­delt es sich um solide Sci­ence-Fic­tion-Kost mit einem Hor­ror­ein­schlag, die man wärms­tens wei­ter­emp­feh­len kann.

Clau­dia

Feuer und Stein: Ali­ens. Chris Rober­son. Illus­tra­tio­nen: Patric Rey­nolds, David Palumbo.
Über­set­ze­rin: Jaque­line Stumpf. Cross Cult. 2015; ab 16 Jahren.

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