Zehn kleine Finger und zehn kleine Zeh’n

by Zeichensetzerin Alexa

Ein Bil­der­buch, das für alle jun­gen Eltern zu emp­feh­len ist.

„Zehn kleine Fin­ger und zehn kleine Zeh’n“ ist ein Bil­der­buch für Kin­der ab 2 Jah­ren. Es beschreibt, dass alle Kin­der auf der Welt, unab­hän­gig von ihrer Her­kunft und Haut­farbe, Gemein­sam­kei­ten haben.

„Ein Baby ward gebo­ren in einem fer­nen Land.
Und Tags dar­auf ein zwei­tes den Weg ins Leben fand.
Und diese bei­den Babys,
ein jeder kann es sehn,
hat­ten zehn kleine Finger
und zehn kleine Zeh’n.“

Der Text ist über­wie­gend leicht ver­ständ­lich, nur ein­zelne Wör­ter und Sätze wie „ward gebo­ren“ wir­ken auf die Kin­der ver­wir­rend. Gerade in einem Alter, in dem das Spre­chen erlernt wird, kann das zu Unver­ständ­lich­keit füh­ren – heißt es nicht „wurde gebo­ren“? „Ein Baby ward gebo­ren in einem Meer aus Stein. Und kurz dar­auf ein zwei­tes in Eider­dau­nen fein.“ Sol­che Sätze sind für Kin­der in die­sem Alter nicht ein­fach zu ver­ste­hen. Es bedarf guter Erklä­rung, damit sie den Sinn der Worte begreifen.

Gelun­gen sind dabei die Wie­der­ho­lun­gen, die immer wie­der auf­zei­gen, wie gleich die Babys doch sind – egal, wo sie gebo­ren wur­den: „Und diese bei­den Babys, ein jeder kann es sehn, hat­ten zehn kleine Fin­ger und zehn kleine Zeh’n.“ Dabei kann jedes Mal das Zäh­len von 1–10 geübt wer­den, da die Fin­ger und Zehen stets sicht­bar dar­ge­stellt sind.

Die­ses Bil­der­buch ist ein­fach gestal­tet. Man kann sich die Bil­der wie auf dem Cover vor­stel­len: Babys auf wei­ßem Hin­ter­grund, nur die Umge­bung, in der sie gebo­ren wur­den, füllt die kom­plette Seite mit Farbe aus. Außer­dem stellt das Bil­der­buch den Ide­al­fall dar: zehn Fin­ger, zehn Zeh’n – was aber, wenn ein Kind mit nur neun Zehen gebo­ren wurde? Dar­auf wird im Buch nicht ein­ge­gan­gen. Des­halb eig­net sich die­ses Buch eher für den pri­va­ten Gebrauch als bspw. in einer inte­gra­ti­ven, päd­ago­gi­schen Ein­rich­tung. Zu emp­feh­len vor allem für frisch gewor­dene Eltern.

Autoren­por­trait

Mem Fox ist in Aus­tra­lien gebo­ren, wuchs in Afrika auf, stu­dierte in Eng­land und lebt seit 1970 mit ihrer Fami­lie in Ade­laide, Aus­tra­lien. Sie lehrte viele Jahre lang an der dor­ti­gen Uni­ver­si­tät, hat eine mitt­ler­weile erwach­sene Toch­ter und ist Aus­tra­li­ens popu­lärste Bilderbuchautorin.

Illus­tra­to­ren­por­trait

Helen Oxen­bury ist eine der belieb­tes­ten und erfolg­reichs­ten Illus­tra­to­rin­nen der Welt. Sie hat zahl­rei­che Aus­zeich­nun­gen gewon­nen, dar­un­ter zwei­mal die Kate Greena­way Medal, und illus­trierte Klas­si­ker wie „Alice im Wun­der­land“. Helen Oxen­bury ist ver­hei­ra­tet und lebt in London.

Alexa

Titel: Zehn kleine Fin­ger und zehn kleine Zeh’n
Autorin: Mem Fox, Illus­tra­to­rin: Helen Oxenbury
Ver­lag: Ala­din Ver­lag, Erschei­nungs­jahr: 2013

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1 comment

Der Sonntagsleser KW#8 Februar – 2014 | Lesen macht glücklich 23. Februar 2014 - 7:32

[…] Novels als eine spe­zi­elle Sparte der Lite­ra­tur ernst­neh­men sollte. Bücher­stadt­ku­rie stellt uns mit “Zehn kleine Fin­ger und zehn kleine Zeh’n” ein schö­nes Bil­der­buch für kleine Kin­der vor. Kee­wee­kat von Coffee&Books stellt mit […]

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