Warum die Welt Batman wirklich braucht

Der Comic „Dark Night – eine wahre Bat­man Geschichte“ ist eine Auto­bio­gra­fie des Autors und Pro­du­zen­ten meh­re­rer War­ner Bros./DC Comic-Serien Paul Dini. Wie kam Paul Dini zu sei­nen Cha­rak­te­ren? Wel­chen Zugang hatte er zu ihnen und wel­cher Inten­tion folgte er? Die­sen Fra­gen ist Geschich­ten­zeich­ne­rin Celina auf die Spur gegangen.

Zugang zu den Charakteren

Paul Dini ist Jung­ge­selle. Er hat keine Freunde, kann dafür aber auf den Rück­halt sei­ner Fami­lie bauen. Seit sei­ner Kind­heit ist er begeis­tert von Comics und Car­toons. Die Figu­ren darin ver­hel­fen ihm, den All­tag zu meis­tern. Dini macht seine Vor­liebe zum Beruf und arbei­tet letzt­lich bei War­ner, um die Bat­man-Ani­ma­ti­ons­se­rie zu ver­wirk­li­chen. Eines Tages, nach einem ent­täu­schen­den Date mit einer Schau­spie­le­rin, wird Paul Dini von zwei Schlä­gern schwer ver­letzt. Was macht man, wenn man zusam­men­ge­schla­gen wird? Vor allem, wenn nie­mand hilft? Dini greift auf seine fik­ti­ven Kame­ra­den zurück, wie Bat­man, der geis­tig bei ihm ist.

Eine wahre Batman-Geschichte

Der Comic wird aus der Sicht von Paul Dini erzählt. Die Leser erhal­ten einen tie­fe­ren Blick in seine Psy­che. Er berich­tet aus heu­ti­ger Sicht her­aus und blickt auf seine Ver­gan­gen­heit zurück. Dini ver­an­schau­licht, was es bedeu­tet, aus dem Inne­ren her­aus stark zu sein. Er zeigt uns den wah­ren Kern auf, der Bat­man und Co. zu Grunde liegt. Sie hel­fen einem, nicht auf­zu­ge­ben. Durch die Aus­ein­an­der­set­zung mit Super­hel­den- und Schur­ken­cha­rak­te­ren, ist es mög­lich, ver­schie­dene Rol­len und Sicht­wei­sen einzunehmen.

Comic­kunst

Alle Illus­tra­tio­nen wur­den von Edu­ardo Risso am Com­pu­ter ange­fer­tigt, wobei er ver­schie­dene Stile ver­wen­dete. Des Öfte­ren wirkt es wie aqua­rel­liert, mit leich­ten Far­ben, Über­gän­gen und wei­chen Schat­ten. Wenn mit die­sem Stil „gebro­chen“ wird, dann um einen bestimm­ten Effekt zu erzie­len. Bei­spiels­weise als Dini zusam­men­ge­schla­gen wird: In die­ser Szene sind die Kon­tu­ren und Schat­ten stär­ker aus­ge­prägt. Die Bil­der erschei­nen grel­ler, als er sich vor­stellt, wie Bat­man in die­ser Situa­tion gehan­delt hätte. Zeich­ner Edu­ardo Risso setzt somit bewusst ver­schie­dene Stile und Dar­stel­lungs­ar­ten ein. Dies tut er auch inner­halb eines Panels, um etwa die Phan­ta­sie­fi­gu­ren von den rea­len Bege­ben­hei­ten zu differenzieren.

Der in Argen­ti­nien gebo­rene Edu­ardo Risso ver­öf­fent­lichte mit dem Autor Ricardo Bar­reiro bereits 1987 sei­nen ers­ten Comic „Par­que Chas“. Bis jetzt hat er bereits unzäh­lige Comics illus­triert. Dar­un­ter sind – pas­send zum rezen­sier­ten Comic – auch einige Bat­man-Sto­rys, wie etwa „Bat­man – Kaputte Stadt“ (Panini 2004) und „Bat­man – Dark Knight III“ (Panini 2016).

End­chen vom Ständchen

Neil Gai­man sagte über die­ses Werk: „Eine kraft­volle Geschichte, die mit­hilfe des Bat­man-Mythos zeigt, was im Inne­ren einer kaput­ten Psy­che und eines ver­letz­ten Kör­pers geschieht. Bravo!“ Das bringt es ziem­lich gut auf den Punkt. Der Comic „Dark Night – eine wahre Bat­man Geschichte“ eröff­net den Lesern eine andere Sicht auf das Bat­man-Uni­ver­sum und auf die Frage, warum Super­hel­den wich­tig sind.

Dark Night – eine wahre Bat­man Geschichte. Paul Dini. Illus­tra­tion: Edu­ard Risso. Über­set­zung: Josef Rother. Panini. 2016.

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1 comment

Slot 28. Dezember 2017 - 2:35

Klingt durch­aus inter­es­sant zumal Bat­man mei­ne­ser­ach­tens der prä­gendste Comic­held mei­ner Kind­heit ist. 😉

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