Unser Blick zurück auf 2021

by Bücherstadt Kurier

Foto: Pexels

Wir hat­ten es uns vor einem Jahr anders erhofft, aber auch die­ses Jahr war wie­der eine Her­aus­for­de­rung auf vie­len Ebe­nen. Da ist unsere Bücher­stadt ein ruhi­ger Fels in der Bran­dung. Das Team blickt zurück auf bücher­städ­ti­sche und lite­ra­ri­sche High­lights und sam­melt ein paar Gedan­ken zu dem, was in die­sem Jahr los war.

Zei­len­schwim­me­rin Ronja: Bei allem, was die­ses Jahr so los war, war der Bücher­stadt Kurier ein Ruhe­pol für mich. Ich konnte einige schöne und span­nende Bücher bespre­chen, habe viele tolle Texte von ande­ren Redak­ti­ons­mit­glie­dern gele­sen und dabei ein paar Titel auf meine Wunsch­liste gesetzt. Dabei wurde es natür­lich auch mal tru­belig und stres­sig, der Spaß ging den­noch nicht verloren.
Zum Jah­res­wech­sel ste­hen nun ein paar interne Wech­sel und Umstruk­tu­rie­run­gen an – der Bücher­stadt Kurier muss sich den Ände­run­gen in unse­ren Pri­vat­le­ben anpas­sen. Das nächste Jahr beginnt also span­nend. Ich freue mich schon darauf!
Abseits des Bücher­stadt Kuriers war mein Lese­jahr – für meine Ver­hält­nisse – nicht so über­ra­gend. Zwar komme ich den­noch auf 81 Bücher (und der Monat Dezem­ber ist ja noch nicht ganz rum), aber die meis­ten davon waren doch eher dünn. Auf der posi­ti­ven Seite kann ich ver­mer­ken, dass ich mei­nen SuB wei­ter deut­lich abbauen konnte – sogar so weit, dass er mir mitt­ler­weile zu klein ist! Der gute Vor­satz für 2022 lau­tet also: Mehr Bücher für den SuB ranschaffen!

Satz­hü­te­rin Pia: In man­chen Punk­ten war die­ses Jahr sehr zäh, aber eigent­lich ist es vor­bei­ge­rauscht – schlim­mer denn je. Viel­leicht auch wegen des ner­ven­auf­rei­ben­den Welt­ge­sche­hens, der wach­sen­den Ver­ant­wor­tung am Arbeits­platz und dem span­nen­den Leben als Mut­ter einer inzwi­schen Zwei­jäh­ri­gen, habe ich die­ses Jahr deut­lich mehr gele­sen und für den BK geschrie­ben als die Jahre zuvor. Meine kleine Flucht in fik­tive Wel­ten, ver­mute ich. Ich habe jeden­falls die kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit dem, was ich so lese (oder anschaue im Falle von Bil­der­bü­chern), neu schät­zen gelernt und freue mich dar­über sehr!
Und dann bli­cke ich mit freu­di­ger Erwar­tung auf einige Neue­run­gen beim BK in struk­tu­rel­ler und inhalt­li­cher Hin­sicht – eini­ges wird komisch und sehr unge­wohnt, ande­res inspi­riert mich jetzt schon und regt die Krea­ti­vi­tät an.
Und meine Vor­sätze für 22? Ich wün­sche mir noch mehr Ruhe zum Lesen – denn bei den 50 bis 60 Büchern in die­sem Jahr ist noch Luft nach oben und ich hatte nur pha­sen­weise die Muße, mich in Ruhe auf das Lesen zu kon­zen­trie­ren. Lie­ber ein­mal Net­flix und Co. aus­las­sen und Reize ent­schleu­ni­gen! Und nach und nach wird es ein­fa­cher, zusam­men mit dem Kind Lese­zeit ein­zu­rich­ten – manch­mal setzt sie sich sogar schon nicht mehr auf mein Buch, es wird!

Worte­we­be­rin Annika: 2021 war für mich das schlech­teste Lese­jahr seit Ewig­kei­ten – nur knapp 30 Titel (und zahl­lose Bil­der­bü­cher) habe ich gele­sen. Im nächs­ten Jahr soll das bes­ser wer­den: weni­ger Net­flix, mehr Ruhe für Bücher. Mal sehen, ob das klappt? Zumin­dest eins habe ich die­ses Jahr aber umset­zen kön­nen: Ich lese diver­ser. Nur wenige Romane von (alten) wei­ßen Män­nern schaf­fen es noch auf mei­nen Nacht­tisch, dafür habe ich die­ses Jahr Autorin­nen und queere Stim­men ent­deckt. Das möchte ich fort­set­zen, um Buch­wel­ten ken­nen­zu­ler­nen, die mir vor­her viel zu unbe­kannt waren. Mein Sach­buch-High­light war in die­sem Jahr des­we­gen auch „Frau­en­li­te­ra­tur“ von Nicole Sei­fert. Wei­tere High­lights waren digi­tale Lese­grup­pen über Insta­gram, in denen wir Romane zusam­men gele­sen haben. Der Aus­tausch moti­viert und bringt neue Per­spek­ti­ven! Mein Lieb­lings­buch 2021? Zwi­schen „Wri­ters & Lovers“ von Lili King und „Annette, ein Hel­din­nen­epos“ von Anne Weber könnte ich mich nur schwer entscheiden.
Die Kon­stante trotz eini­ger Lese­flau­ten und wenig Zeit bleibt der BK und die Freude am gemein­sa­men Tüf­teln, Lesen, Schrei­ben... Unsere Ideen für das neue Jahr inspi­rie­ren mich schon jetzt und ein paar Ver­än­de­run­gen ste­hen uns bevor. Lasst euch überraschen!

Geschich­ten­be­wah­re­rin Michaela: „Bud­den­brooks“ von Tho­mas Mann und „Rebecca“ von Daphne du Mau­rier war­te­ten schon lange dar­auf, gele­sen zu wer­den. Auf­grund einer lang­wie­ri­gen Ent­zün­dung im Hand­ge­lenk hatte ich zu Beginn des Jah­res die Gele­gen­heit sie zu lesen. Lei­der wur­den im Laufe des Jah­res die Arbeit mehr und die Zeit zum Lesen weni­ger. Aber ich fand einige dünne, sehr schöne Bücher, die ich gut in mei­nen All­tag ein­bauen konnte. Und zum Ende des Jah­res griff ich mit „Des Kum­mers Nacht“ von Ralph Kno­bels­dorf auch wie­der zu einem dicke­ren Krimi. Wie viele Bücher es 2021 ins­ge­samt waren? Ich weiß es nicht. Einige Bücher lese ich schnell, bei ande­ren dau­ert es län­ger. „Stau­nen über das Glück im Unschein­ba­ren“ von Titus Mül­ler ist eines die­ser dün­nen Bücher. Die Sätze sind so schön und die Aus­sa­gen gehen tief, man kann nicht anders, als sie nach dem ers­ten Lesen gleich zu wie­der­ho­len. Will ich 2022 mehr lesen? Unbe­dingt, es gibt so viele Bücher, die noch gele­sen wer­den wollen.

Bücher­städ­te­rin Vera: 115 Bücher, einige High­lights und auch einige Flops – ich bli­cke auf ein lese­rei­ches Jahr zurück, in dem trotz­dem mein SuB nicht geschrumpft ist.
Ein Win­ter vol­ler Favo­ri­ten: 2021 beginnt mit meh­re­ren neuen Lieb­lings­bü­chern, dar­un­ter Leigh Bar­d­u­gos „Die Spra­che der Dor­nen“ und Neil Gai­m­ans „Der lächelnde Odd und die Reise nach Asgard“.
Ein Früh­ling vol­ler Funkes: Vera hat zum ers­ten Mal „Tin­ten­herz“ und „Die Wil­den Hüh­ner“ gele­sen, und lei­der ist letz­te­res nicht so gut geal­tert. Zum Glück ist mit Joseph Fink und Jef­frey Cra­nors „The faceless old woman who secretly lives in your home“ ein ande­res Lieb­lings­buch bei ihr eingezogen.
Ein Som­mer vol­ler Rereads: Ob Apollo von Rick Rior­dan oder gelieb­ter Prat­chetts, der Som­mer war mit­un­ter zu heiß für neue Lek­türe. Hei­ßer Tipp: „Nimona“ von Noelle Stevenson.
Ein Herbst vol­ler Hör­bü­cher: Mit den käl­te­ren Tagen kommt das Stri­cken, und so bleibt Bücher­städ­te­rin Vera oft nur Zeit für Audio­books. Abso­lu­tes Jah­res-High­light: „The House in the Ceru­lean Sea“ von T.J. Klune.

Wie war euer Lese­jahr? Erzählt uns in den Kom­men­ta­ren von euren Erleb­nis­sen, Lieb­lings­bü­chern und Entdeckungen!

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