Und der Preis geht an... – Die SERAPH-Preisverleihung 2016

by Bücherstädterin Daniela

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Auf dem all­jähr­li­chen Pflicht­pro­gramm der Leip­zi­ger Buch­messe stand auch die­ses Jahr wie­der für Sätz­chen­bä­cke­rin Daniela die Ver­lei­hung des SERAPH-Prei­ses. Dies­mal wurde die­ser aller­dings nicht nur in den Kate­go­rien „Bes­tes Buch“ und „Bes­tes Debüt“ ver­ge­ben, son­dern auch in „Bes­ter Independent-Autor“.

Zum bereits fünf­ten Mal wurde der SERAPH-Preis der phan­tas­ti­schen Aka­de­mie in Koope­ra­tion mit und auf der Leip­zi­ger Buch­messe ver­lie­hen. Die Ver­lei­hung wurde von den Vor­sit­zen­den der Phan­tas­ti­schen Aka­de­mie Oli­ver Graute und Natalja Schmidt mode­riert. Sie stell­ten die Exper­ten­jury des dies­jäh­ri­gen Prei­ses vor, die die bes­ten Phan­tas­tik-Titel des Jah­res gewählt hatte. Die 24-köp­fige Jury, bestehend aus Ver­le­gern, Autoren, Lek­to­ren, Blog­gern und Lesern ver­gab den SERAPH in drei Kate­go­rien: „Bes­ter Inde­pen­dent-Autor“, „Bes­tes Buch“ und „Bes­tes Debüt“. Es wurde außer­dem an die Autorin Aileen P. Roberts erin­nert, die lei­der Ende letz­ten Jah­res viel zu früh ver­stor­ben war.

Bes­ter Independent-Autor

Der Preis für „Bes­ter Inde­pen­dent-Autor“ ist die neue Kate­go­rie des SERAPH-Prei­ses. Sie folgt aus den gro­ßen Ver­än­de­run­gen auf dem Buch­markt durch das Self­pu­bli­shing. Die Bran­che befände sich im Wan­del, heißt es. Das Medium eBook sei noch nicht aus­ge­schöpft und des­halb soll der Preis in Koope­ra­tion mit neo­books nun auch an Nach­wuchs­ta­lente unter den Self­pu­blis­hern ver­ge­ben werden.
Der Preis ging an Han­nah Kuhl­mann für ihren Debüt­ro­man „Nacht­schat­ten“. In der Lau­da­tio wurde betont, dass sie eine stim­mige Welt erschaf­fen habe, die Lust auf mehr mache. Dabei habe sie die letz­ten 20 Sei­ten kurz vor Ende der Frist des Wett­be­werbs fer­tig geschrie­ben. Han­nah Kuhl­mann war sicht­lich über­rascht und bedankte sich. Die junge Autorin wollte es sich mit dem selbst Buch bewei­sen und hatte nicht mit dem Gewinn gerechnet.
Die Phan­tas­ti­sche Aka­de­mie hat es sich zur Auf­gabe gemacht, neue Talente zu för­dern. Mit dem Sprich­wort „Deutsch­land – Land der Dich­ter und Den­ker“ wurde von der Mode­ra­to­rin Natalja Schmidt daran erin­nert, dass Autoren kaum För­de­rung erhal­ten. Viele wür­den den­ken, sie könn­ten schrei­ben – und andere könn­ten es tat­säch­lich, wür­den aber in der gro­ßen Masse an Büchern kei­nen Platz fin­den. Bei Schreib­schu­len, in denen sich das Hand­werk erler­nen ließe, müsse ein Autor viel Geld bezah­len. Dies sei nicht die För­de­rung, die sich ein jun­ger Autor erhofft. Die Gesell­schaft müsse ein Inter­esse daran haben, dass Autoren ihre Bücher schrei­ben kön­nen, sonst wäre Deutsch­land das „Land der Rich­ter und Bänker“.

Bes­tes Buch

Die Lau­da­tio zum „Bes­ten Buch“ fiel lei­der aus. Die Rede hätte von Kai Meyer gehal­ten wer­den sol­len, der aber nicht anwe­send war. Nach kur­zer Ver­wir­rung, wo er denn sei, wurde ver­mu­tet, er hätte es ein­fach ver­ges­sen. Jedoch wurde mit zwin­kern­dem Auge betont, dass er sich sicher viel Mühe und Gedan­ken im Vor­feld gemacht habe – auch wenn seine Reden bekann­ter­ma­ßen eher kurz und spon­tan seien.
Doch glück­li­cher­weise konnte man den Sie­ger auch anhand des vor­be­rei­te­ten Umschlags ent­neh­men, wes­halb der Ver­lei­hung nichts im Wege stand: Den Preis für das „Beste Buch“ gewann Nina Bla­zon mit „Der Win­ter der schwar­zen Rosen“. Die Autorin freute sich nicht nur über den Preis, son­dern auch auf die geplante Lesung am Abend, wo sie Kai Meyer tref­fen sollte. Dort würde sie ihn schon an seine ver­passte Lau­da­tio erinnern.
„Der Win­ter der schwar­zen Rosen“ sei, so Bla­zon, eine Rück­kehr zur Lek­türe von Mär­chen, die sie zum Schrei­ben gebracht hatte. Sie hofft, dass das Buch noch viele lesen werden.

Bes­tes Debüt

Debü­t­au­toren haben es nicht leicht: Sel­ten schreibt jemand ein Buch und wird sofort damit berühmt, die meis­ten bleibt der Erfolg ver­wehrt. Mit dem Zitat von Neil Gai­man „Macht gute Kunst“ wurde die Ver­lei­hung des Prei­ses in der „Königs­klasse“ des SERAPHs für das „Beste Debüt“ eingeleitet.
In der Lau­da­tio wurde daran erin­nert, dass es in den ver­gan­ge­nen Jah­ren nicht leich­ter gewor­den sei: Es dau­ert lange, bis ein Buch fer­tig ist, einen Ver­lag fin­det und – wenn über­haupt – für einen Preis nomi­niert wird.
Mit die­sen Wor­ten wurde der Sie­ger des Prei­ses für das „Beste Debüt“ Daniel Ill­ger mit „Skar­gat – Der Pfad des schwar­zen Lichts“ bekannt gege­ben. Die­ser erzählte, dass er schon als Kind Mons­ter und Rei­sen in fremde Wel­ten geliebt habe. Sol­che Rei­sen, die Stärke, Mut und Hoff­nung geben könnten.

Die Mode­ra­to­ren dank­ten den Anwe­sen­den und ver­ab­schie­de­ten sich wie auch in den ver­gan­ge­nen Jah­ren mit „Blei­ben Sie phantastisch“.

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