Tiere: ausgestorbene, faszinierende, giftige – viele Tiere

by Zeichensetzerin Alexa

Zei­chen­set­ze­rin Alexa hat sich im Laufe der Jahre – auf der Suche nach geeig­ne­ten Büchern für die Kita – durch so man­ches Tier­buch gele­sen. Nicht alle haben es in die Kita geschafft, aber emp­feh­lens­wert sind einige den­noch. Daher gibt es hier fünf per­sön­li­che High­lights für unter­schied­li­che Altersstufen.

Das Museum der Tiere

Tre­tet ein, liebe Tier­freunde, und seid will­kom­men im „Museum der Tiere“ – der Ein­tritt ist frei! Im „Ein­gang“ fin­det sich eine Erklärung:

„Die­ses Museum ist anders als alle, die du zuvor besucht hast. Jeden Tag zeigt es rund um die Uhr seine ein­zig­ar­tige Samm­lung der wun­der­bars­ten und außer­ge­wöhn­lichs­ten Lebe­we­sen – jedes Aus­stel­lungs­stück wird in makel­lo­sem Zustand und mit gro­ßer Detail­freude präsentiert.“

Wie in einem Museum wer­den die Lesen­den und Betrach­ten­den die­ses Buches von Raum zu Raum geführt. Nach einer kur­zen Ein­lei­tung und einem all­ge­mei­nen Blick auf die Viel­falt des Lebens anhand eines Stamm­baums, geht es von einem Saal in den nächs­ten. In sechs Abschnit­ten wer­den die unter­schied­li­chen Arten vor­ge­stellt: Wir­bel­lose, Fische, Amphi­bien, Rep­ti­lien, Vögel und Säu­ge­tiere. Am Ende fin­det sich eine „Biblio­thek“ mit einem Stich­wort­ver­zeich­nis und wei­te­ren Infor­ma­tio­nen zu den Kuratoren.

Die Gestal­tung des Buches ist anspre­chend: Wäh­rend sich der Text nur auf das Wich­tigste beschränkt, fül­len die Illus­tra­tio­nen den meis­ten Platz. Der Detail­reich­tum und die Far­ben las­sen die Tiere leben­dig wir­ken – es berei­tet Freude, durch die gro­ßen Sei­ten zu blät­tern und die dar­ge­stell­ten Tiere zu betrach­ten. Die­ses Museum ist immer wie­der einen Besuch wert! Emp­feh­lens­wert ab 8 Jahren.

Vom Leben der Tiere

„Vom Leben der Tiere“ ist kein klas­si­sches Tier­buch, das Infor­ma­tio­nen über Tiere ver­mit­telt. Es wid­met sich den phi­lo­so­phi­schen Fra­gen. Füh­len Tiere so etwas wie Liebe? Fol­gen sie einem bestimm­ten Rhyth­mus? Wie über­le­ben sie und wie ver­än­dern sie sich? „Jedes Lebe­we­sen erfährt im Laufe sei­nes Lebens vor­über­ge­hende oder blei­bende Ver­än­de­run­gen als Folge von Wei­ter­ent­wick­lung, Schutz oder Erneuerung.“

Die­ses Buch beinhal­tet wenig Text, der aller­dings aus­reicht, um zum Nach­den­ken zu ani­mie­ren – und eine ver­gleichs­weise große Samm­lung an Illus­tra­tio­nen, die zum Teil über zwei Sei­ten für sich ste­hen. Die Mischung aus unge­sät­tig­ten Far­ben und Druck­tech­nik macht die Illus­tra­tio­nen zu Kunst­wer­ken, die man immer wie­der anschauen möchte. Auf­grund des phi­lo­so­phi­schen Schwer­punkts ist das Buch eher für ältere Lese­rin­nen und Leser ab etwa 10 Jah­ren geeignet.

Als die Wale laufen konnten

„Als die Wale lau­fen konn­ten und andere unglaub­li­che Spa­zier­gänge durch die Evo­lu­tion“ lädt zu einer Reise zurück in der Zeit ein. Wie sich unsere Erde und die Tiere im Laufe der Zeit ver­än­dert haben, zeigt die­ses Buch auf anschau­li­che Weise mit­hilfe von bun­ten Gra­fi­ken und Illus­tra­tio­nen. Im Gegen­satz zu den zwei zuvor vor­ge­stell­ten Büchern geht es in die­sem vor­der­grün­dig um Wis­sens­ver­mitt­lung. Die col­la­gen­ar­tige Gestal­tung erin­nert an ein Kin­der­le­xi­kon: Stets ist einer Illus­tra­tion ein Info­kas­ten ange­hef­tet, der Fak­ten ent­hält. Nicht sel­ten stol­pert man über span­nende Aus­sa­gen und fas­zi­nie­rende Tiere, wie sie heute nicht mehr vor­zu­fin­den sind. Inter­es­sant ist dabei auch, warum das so ist.

Lese­rin­nen und Leser ab etwa 6 Jah­ren kön­nen mit­hilfe die­ses Buches eini­ges dar­über erfah­ren, wel­che Arten von Dino­sau­ri­ern es frü­her gab – und dass die Vögel laut Palä­on­to­lo­gen „heute noch Dino­sau­rier hei­ßen“ soll­ten. Aber es wird auch ein Blick in die Zukunft gewor­fen, denn „Evo­lu­tion ist nichts, was in der Ver­gan­gen­heit pas­siert ist“, son­dern ein Pro­zess, der wei­ter­hin andau­ert. Und einige Ver­än­de­run­gen kön­nen bereits vor­her­ge­sagt wer­den: zum Bei­spiel, dass sich die Kon­ti­nente wei­ter­be­we­gen werden.

Viele Tiere

In „Viele Tiere“ geht es um die „dicks­ten, wil­des­ten, stärks­ten, scheu­es­ten und über­ra­schends­ten Tiere der Welt“. Im Grunde also um die bekann­tes­ten Tiere, wes­halb die­ses Buch wun­der­bar als Ein­stiegs­werk zum Thema fun­gie­ren kann. Über 300 Tier­ar­ten wer­den hier vor­ge­stellt. Wie auch in „Als die Wale lau­fen konn­ten“ sind die Sei­ten als Col­la­gen gestal­tet – es gibt viele kleine, mit­tel­große und Sei­ten fül­lende Illus­tra­tio­nen und dazu wenig Text, wes­halb sich das Buch bereits ab 4 Jah­ren eignet.

Inter­es­sant sind auch die letz­ten Sei­ten mit Zusatz­in­for­ma­tio­nen. Hier fin­det man in ver­knapp­ter Form in alpha­be­ti­scher Rei­hen­folge wei­tere Infor­ma­tio­nen zu den Tie­ren, die im Buch vor­ge­stellt wer­den, sowie einen Blick hin­ter die Kulis­sen: Von der Idee, Recher­che, der ers­ten Skizze bis zum fer­ti­gen Buch sind es viele Schritte, die der Autor hier präsentiert.

Die coolsten und giftigsten Krabbeltiere der Welt

Laut Ver­lag wird die­ses Buch ab 8 Jah­ren emp­foh­len, aber in der Kita hat es bereits bei den 5- bis 6‑jährigen Kin­dern gro­ßes Inter­esse geweckt. Immer­hin sehen die Krab­bel­tiere nicht nur ver­rückt und „eklig“ aus, son­dern haben auch noch beson­dere Eigen­schaf­ten. Man­che Krab­bel­tiere haben näm­lich „Super­kräfte“, andere sind „töd­lich“, „gru­se­lig“ oder besit­zen „Team­geist“. Dem­entspre­chend sind auch die Kapi­tel – mit unter­schied­li­chen Far­ben hin­ter­legt – gestaltet.

Die­ses Buch ist span­nend, weil es viel­fäl­tige Arten, wie man sie nicht unbe­dingt im All­tag ent­deckt, vor­stellt. Auch die­ses Buch ist wie­der mit Info­käs­ten gestal­tet, besitzt aller­dings mehr Varia­tio­nen im Lay­out: Zwi­schen den Foto­gra­fien fin­den sich kleine Skiz­zen und Sprech­bla­sen wie in Comics. Der Text ist mal län­ger, mal kür­zer – jün­ge­ren Lese­rin­nen und Lesern reicht es aber meist schon, sich nur die Bil­der anzu­schauen und zu erfah­ren, wie die Tiere hei­ßen, um sich dar­über auszutauschen.

  • Das Museum der Tiere. Text: Jenny Broom. Illus­tra­tion: Katie Scott. Über­set­zung: Ute Löwen­berg. Pres­tel Ver­lag. 2014. BK-Alters­emp­feh­lung: ab 8 Jahren.
  • Vom Leben der Tiere: Wie sie han­deln, was sie füh­len. Pablo Sal­vaje. Über­set­zung: Maria Mei­nel. Pres­tel Ver­lag. 2017. BK-Alters­emp­feh­lung: ab 10 Jahren.
  • Als die Wale lau­fen konn­ten und andere unglaub­li­che Spa­zier­gänge durch die Evo­lu­tion. Text: Dou­gal Dixon. Illus­tra­tion: Han­nah Bai­ley. Über­set­zung: Susanne Schmidt-Wus­sow. Kne­se­beck Ver­lag. 2019. BK-Alters­emp­feh­lung: ab 6 Jahren.
  • Viele Tiere: Die dicks­ten, wil­des­ten, stärks­ten, scheus­ten und über­ra­schends­ten Tiere der Welt. Steve Jenkins. Über­set­zung: Alex­an­dra Kay. Carl­sen. 2015. BK-Alters­emp­feh­lung: ab 4 Jahren.
  • Die cools­ten und gif­tigs­ten Krab­bel­tiere der Welt. Text: Michael Lau­mann, Chris­tian Schmitt. Illus­tra­tion: Max Fied­ler. Ravens­bur­ger Buch­ver­lag. 2015. BK-Alters­emp­feh­lung: ab 6 Jahren.

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