Split: Entführer mit Identitätsstörung #Todesstadt

by Geschichtenerzähler Adrian

Das Film­thea­ter der Todes­stadt hat zum dies­jäh­ri­gen Blind Date gela­den. Es gab neben einem abar­tig gru­se­li­gen Buf­fet – das auf­grund des exzes­si­ven Gebrauchs von Kunst­blut lei­der nie­mand ange­rührt hat – einige unheim­li­che Filme zu ent­de­cken. Macht euch bereit für gleich zwei mör­de­ri­sche Wald­wan­der­rou­ten, einen Mör­der mit vie­len Gesich­tern und ein tod­brin­gen­des Video. Setzt euch, krallt die Fin­ger­nä­gel in die Stuhl­leh­nen und stellt euch ein auf Spuk, Hor­ror und jede Menge Wahnsinn!

Mit dem Film „Split“ aus dem Jahr 2016 beweist Regis­seur M. Night Shy­a­malan, dass er immer noch ein Talent dafür hat, atmo­sphä­risch span­nende Filme zu dre­hen. Hier wird die Geschichte um die Ent­füh­rung dreier jun­ger Frauen durch einen Kid­nap­per, der meh­rere Iden­ti­tä­ten besitzt, erzählt. Geschich­ten­er­zäh­ler Adrian hat sich „Split“ als unheim­li­ches Blind Date in der Todes­stadt ausgesucht.

Eigent­lich woll­ten die drei jun­gen Frauen Casey (Anya Tay­lor-Joy), Claire (Haley Lu Richard­son) und Mar­cia (Jes­sica Sula) nur von einer Geburts­tags­party nach Hause, doch ohne Vor­war­nung steigt anstatt Clai­res Vater, der sie eigent­lich nach Hause fah­ren wollte, ein Unbe­kann­ter (James McA­voy) zu ihnen ins Auto. Mit einem Spray betäubt er die drei.

Wenig spä­ter wachen sie in einem Raum auf und der Unbe­kannte stellt sich ihnen als Den­nis vor. Er hat sie ent­führt und lässt sie nicht mehr gehen. Wie sie spä­ter von Patri­cia (James McA­voy) und dem neun­jäh­ri­gen Hed­wig (James McA­voy) erfah­ren, sind sie für etwas Gro­ßes bestimmt. Doch das neh­men die drei nicht so ein­fach hin und hecken einen Flucht­plan aus. Wäh­rend­des­sen ver­sucht die Psy­cho­lo­gin Dok­tor Flet­cher (Betty Buck­ley) hin­ter die Geheim­nisse ihres viel­ge­sich­ti­gen Pati­en­ten (James McA­voy) zu kommen.

In „Split“ weist Schau­spie­ler James McA­voy einen Facet­ten­reich­tum an schau­spie­le­ri­schem Kön­nen vor. Der dyna­mi­sche Wech­sel zwi­schen den ein­zel­nen Per­sön­lich­kei­ten, wel­che sich in sei­ner Rolle ver­ei­nen, geht flie­ßend von­stat­ten. Da jede Iden­ti­tät seine Beson­der­hei­ten der Kör­per­spra­che und Sprech­weise auf­weist, erkennt man als Zuschauer allein an Ges­tik, Mimik und Spra­che im Laufe des Films, wann wel­che Per­sön­lich­keit gerade auf­tritt. Auch Anya Tay­lor-Joy ver­kör­pert ihre Rolle als kämp­fe­ri­sches Opfer nach­voll­zieh­bar und spielt ihre bei­den Mit­ge­fan­ge­nen gekonnt an die Wand.

M. Night Shya­la­man ist nach Aus­fäl­len wie „The Hap­pe­ning“ und „The Last Air­ben­der“ mit „Split“ wie­der bei sei­nen Wur­zeln – ver­gleich­bar mit „Unbreaka­ble“ und „The Sixth Sense“ – ange­kom­men und auch sein bald erschei­nen­des Pro­jekt „Glass“ könnte an die­sen Erfolg anknüpfen.

Split. Regie und Dreh­buch: M. Night Shy­a­malan. Schau­spie­ler: James McA­voy, Anya Tay­lor-Joy u.a. Uni­ver­sal Pic­tures. 2016.

Ein Bei­trag zum Spe­cial #Todes­stadt. Hier fin­det ihr alle Beiträge.

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