#Meinungstheater: Knives Out Ein Film – viele Meinungen

by Bücherstadt Kurier

Das letzte bücher­städ­ti­sche #Mei­nungs­thea­ter 2021 dreht sich um „Kni­ves Out“. Satz­hü­te­rin Pia, Zei­len­schwim­me­rin Ronja, Wort­spie­ler Nico, Worte­we­be­rin Annika und Fabel­for­scher Chris­tian haben Daniel Craig alias Benoit Blanc bei sei­nen Ermitt­lun­gen über die Schul­ter geschaut und sich ihre jeweils eigene Mei­nung zu Rian John­sons Kri­mi­nal­film gebildet.

DVD Cover Knives OutAm Mor­gen nach sei­nem 85. Geburts­tag wird der erfolg­rei­che Schrift­stel­ler Har­lan Throm­bey von sei­ner Haus­häl­te­rin tot auf­ge­fun­den. Alles spricht für einen Selbst­mord. Oder doch nicht? Bei den Rou­tine-Befra­gun­gen der Poli­zei tritt der Pri­vat­de­tek­tiv Benoit Blanc auf den Plan, der ein Ver­bre­chen wit­tert. Und Motive gibt es reich­lich in der Fami­lie Throm­bey. Immer­hin hat Har­lan an sei­nem Geburts­tag rei­nen Tisch gemacht und so über­rascht es im Grunde kaum, dass sein Erbe an seine Pfle­ge­rin Marta geht. Als ein­zige weiß sie, was an dem Abend von Harlans Tod tat­säch­lich pas­siert ist – und sie kann nicht lügen.

Satz­hü­te­rin Pia: Unsi­cher, ob ich einen Film zur­zeit am Abend noch schaf­fen könnte, hat mich der Cast von „Kni­ves Out“ über­zeugt, es wenigs­tens zu ver­su­chen. Und ui, was für eine gute Unter­hal­tung das war! Das span­nende Set­ting, die stim­mungs­volle Farb- und Licht­ge­bung, die tolle Kame­ra­füh­rung und Per­spek­ti­ven haben den Film zu einem Augen­schmaus gemacht. Aber vor allem haben die Story und die Erzähl­art (wir mei­nen früh zu wis­sen, wer der/die ver­meint­li­che Mörder/in ist) mich gefes­selt und zum Mit­rät­seln ange­regt. Und ja, natür­lich war auch der Cast große Klasse! Ein paar Klei­nig­kei­ten haben für Ver­wir­rung gesorgt – zum Bei­spiel wer wel­ches Fami­li­en­mit­glied oder wes­sen Sohn war, aber fol­gen konnte ich gut genug, um dran­zu­blei­ben. Trotz Müdig­keit. Emp­feh­lung von mir!

Zei­len­schwim­me­rin Ronja: „Kni­ves Out“ ist einer der weni­gen Filme, die ich in den letz­ten zwei Jah­ren ange­se­hen habe. Der Trai­ler und die Bespre­chun­gen waren viel­ver­spre­chend – und ich wurde nicht ent­täuscht! Tat­säch­lich würde ich „Kni­ves Out“ als einen neuen Lieb­lings­film bezeich­nen. Das Set­ting erin­nert an einen klas­si­schen Aga­tha Chris­tie: eine rei­che Fami­lie in einem Her­ren­haus, mar­kige Cha­rak­tere, ein etwas spe­zi­el­ler Pri­vat­de­tek­tiv und natür­lich zahl­rei­che Mord­mo­tive. Regis­seur und Dreh­buch­au­tor Rian John­son ist es gelun­gen die­sen Klas­si­ker in die Moderne zu holen und mit Witz und eini­gen Wen­dun­gen neu zu inter­pre­tie­ren. Etwas Gesell­schafts­kri­tik steckt auch mit drin und fügt sich wun­der­bar ein. Die schau­spie­le­ri­sche Leis­tung der hoch­ka­rä­ti­gen Beset­zung lässt auch nichts zu wün­schen übrig. „Kni­ves Out“ ist unbe­dingt empfehlenswert!

Wort­spie­ler Nico: Bei der Kurz­be­schrei­bung des Films „Kni­ves Out“ musste ich direkt an die Kri­mis von Aga­tha Chris­tie den­ken und hatte auch eine sol­che Ver­fil­mung im Kopf. Auch wurde ich ein wenig an Chris­ties Meis­ter­de­tek­tiv Her­cu­les Poi­rot erin­nert, als ich den still­schwei­gen­den und beob­ach­ten­den Daniel Craig in der Rolle des Pri­va­ter­mitt­lers Benoit Blanc sah. Als ich dann aber recht früh der fes­ten Über­zeu­gung war, wie der Tat­her­gang war und wer der/die Täter:in ist, war ich je wei­ter der Film voran schritt immer wie­der am Zwei­feln. Nicht nur der groß­ar­tige Cast hat zu einem wun­der­voll unter­halt­sa­men Film bei­getra­gen, auch das Sze­nen­bild und der gute Schnitt haben einen Löwen­an­teil an die­sem unter­halt­sa­men Werk.
Von mir gibt es eine klare Emp­feh­lung sich die­sen knapp zwei­stün­di­gen Krimi inklu­sive Fami­li­en­drama anzusehen.

Worte­we­be­rin Annika: „Kni­ves Out“ ist einer der letz­ten Filme gewe­sen, die ich vor der Pan­de­mie im Kino gese­hen habe. Neben der guten Beset­zung über­zeugt der Film durch einen cle­ver kon­stru­ier­ten Plot, Komik und eine dichte Atmo­sphäre. Aller­dings ist es auch einer der Filme, der beim ers­ten Anse­hen am meis­ten Spaß macht. Beim zwei­ten Mal konnte ich mich an viele Details noch erin­nern und wurde dadurch von der Geschichte nicht mehr hin­ters Licht geführt. Unter­hal­ten wurde ich natür­lich trotz­dem noch sehr gut!

Fabel­for­scher Chris­tian: Als ich „Kni­ves Out“ im Kino gese­hen habe, war ich als Aga­tha-Chris­tie-Fan sofort begeis­tert. Der Film fühlt sich durch­weg so an, als wäre die Queen of Crime höchst­selbst dem Grabe ent­stie­gen, um uns die­ses Dreh­buch zu schen­ken. Rian John­son beweist, dass er eine gute Story lie­fern kann, wenn man ihn lässt! Das Set­ting lässt sich durch­aus als klas­sisch bezeich­nen: ein gro­ßes Her­ren­haus, der schwer­rei­che Haus­herr, Kon­flikte mit den Erben und schließ­lich das tote Fami­li­en­ober­haupt am Mor­gen nach sei­ner Geburts­tags­feier. Natür­lich sind alle ver­däch­tig – jeden­falls für den Pri­vat­de­tek­tiv Benoit Blanc, der Mord wit­tert, wäh­rend die Poli­zei von einem Selbst­mord aus­geht. Auch beim zwei­ten Mal schauen hat mir der Film gro­ßen Spaß gemacht. Zwar wusste ich schon, wor­auf die Geschichte hin­aus­läuft, die atmo­sphä­ri­sche Insze­nie­rung hat mich aber trotz­dem mit­ge­ris­sen und mir einen span­nen­den Film­abend beschert.

Kni­ves Out. Regie & Dreh­buch: Rian John­son. Mit Daniel Craig, Ana de Armas, Chris Evans u.a. USA. 2019. FSK 12.

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