Am 12. Juni 2016 gab es einen Anschlag auf den Schwu­len-Nacht­club „Pulse“ in Orlando, bei dem 49 Men­schen bru­tal zu Tode kamen. Der Best­sel­ler­au­tor Marc And­reyko schrieb dar­auf­hin die Comic-Com­mu­nity an. Aus den diver­sen kunst­vol­len Ant­wor­ten und Stel­lung­nah­men von Künstlern*Innen ist der Comic „Love is Love“ ent­stan­den, wel­chen Geschich­ten­zeich­ne­rin Celina in Augen­schein genom­men hat.

In „Love is Love“ sind dut­zende Comic­strips von Künst­lern aus den Berei­chen Comic, Film, Fern­se­hen, Lite­ra­tur, Thea­ter etc. ent­hal­ten. Die Comic­strips sind dem US-Comic­for­mat ange­passt. Es sind kurze Bei­träge, die ein bis zwei Sei­ten umfas­sen. Dar­un­ter sind auch Aus­ruh­sei­ten oder ein­zelne Sei­ten mit Illus­tra­tio­nen und Text. Die Inhalte der Sei­ten gehen zwar alle auf das Grund­thema, den Anschlag und all­ge­mein die LGBTIQ-Szene ein, haben aber indi­vi­du­elle Sicht­wei­sen oder Gedan­ken, die dazu geäu­ßert wer­den. Dem­entspre­chend sieht jeder Bei­trag ande­res aus und hat sei­nen eige­nen Stil von Text und Bild.

Anlie­gen und Darstellungsformen

Inhalt­lich wird auf eini­gen Sei­ten den Opfern gedacht sowie mit den Ange­hö­ri­gen die Trauer geteilt. Es wird die Fas­sungs­lo­sig­keit über den Anschlag auf­ge­zeigt, aber auch die Tole­ranz und Akzep­tanz zu ver­schie­dens­ten Geschlech­tern dar­ge­stellt. Eben­falls soll die­ser Comic Mut machen, stark zu blei­ben und sich nicht unter­krie­gen zu las­sen. Um dies zu ver­bild­li­chen, wur­den ver­schie­dene Tech­ni­ken und Zei­chen­stile von den jewei­li­gen Künstler*Innen ver­wen­det. Im Comic­for­mat wer­den die Inhalte gut ver­ständ­lich dar­ge­bo­ten. Auch fin­den sich hier und da berühmte DC-Comic­fi­gu­ren, wie Har­ley Quinn, Poi­son Ivy, Bat­man, Bat­wo­man, etc. Da die­ser Comic im Ori­gi­nal von DC ver­legt wurde, ist es klar, dass nur aus ihrem Uni­ver­sum Figu­ren zu sehen sind. Nichts­des­to­trotz wäre es schön gewe­sen, ebenso ältere und/oder weni­ger berühmte LGBTIQ-Cha­rak­tere wie Mid­ni­gh­ter, Renee Mon­toya etc. einzubringen.

Liebe ist wie sie ist

„Love is Love“ ist kein gewöhn­li­cher Comic, son­dern eine Antho­lo­gie, die ver­schie­dene Comic­strips zusam­men­fasst. Sie ist es wert, gele­sen zu wer­den, um die Ansich­ten und Gedan­ken ver­schie­de­ner Künstler*Innen zur LGBTIQ-Szene und zum Anschlag auf den Club „Pulse“ anzu­se­hen. Zumal auch ein Augen­schmaus gebo­ten wird, da so viele unter­schied­li­che Illus­tra­ti­ons­stile zusam­men­tref­fen und somit eine breite Viel­falt schaffen.

Love is Love. Diverse Autoren und Zeich­ner. Über­set­zung: Anja Kootz. Panini. 2017.

Ein Bei­trag zum Spe­cial #Kun­ter­bunt. Hier fin­det ihr alle Beiträge.

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