Kurz über ... spannende Filme

by Bücherstadt Kurier

Spio­nage, Auf­trags­kil­ler und Seri­en­mör­der – Zei­len­schwim­me­rin Ronja, Geschich­ten­zeich­ne­rin Celina und Geschich­ten­be­wah­re­rin Michaela stel­len sich drei span­nen­den Fil­men: „Brügge sehen … und ster­ben?“, „Taking Lives“ und „Die Unbestechlichen“.

Zeilenschwimmerin Ronja: „Brügge sehen … und sterben?“

Der Titel war mir ein Begriff. Ich hatte schon häu­fi­ger von die­sem Film gehört und schließ­lich durch Zufall auch noch bei der Vor­be­rei­tung auf eine Haus­ar­beit dar­über gele­sen. Jetzt war es Zeit, den Film auch end­lich mal anzu­se­hen. Meine Erwar­tung war geprägt davon, dass der Titel meist in Ver­bin­dung mit Wit­zen fiel. Ein absurd-komi­scher Film also. Meine Erwar­tung lag um Mei­len ent­fernt von der Realität.

Ray und Ken, zwei Auf­trags­kil­ler, wer­den nach einem fata­len Feh­ler von ihrem Auf­trag­ge­ber nach Brügge geschickt, um sich dort angeb­lich zu ver­ste­cken. Ken, der Ray erst ins Geschäft geholt hat, hat jedoch den Auf­trag, Ray für sei­nen Feh­ler umzubringen.

Aus­ge­hend von die­ser Situa­tion hätte „Brügge sehen … und ster­ben?“ sowohl eine Komö­die als auch ein seich­ter Action­film sein kön­nen. Er ist jedoch nichts davon. Der Film ist voll von absur­den Momen­ten, die zum einen komisch, zum ande­ren aber auch ein­fach nur schräg sind. Vor allem jedoch ist er düs­ter, ins­be­son­dere gegen Ende sehr bru­tal und blu­tig und über­ra­schend tiefgründig.

Eine Bemer­kung am Rande: Zu der hoch­ka­rä­ti­gen und nam­haf­ten Beset­zung zäh­len auch Ralph Fien­nes und Bren­dan Glee­son. Als wäre es nicht schon ver­wir­rend genug, Vol­de­mort und Mad-Eye Moody zusam­men­ar­bei­ten zu sehen, ist auch Fleur Del­a­cour (Clé­mence Poésy) mit von der Partie.

Brügge sehen … und ster­ben? Regie & Dreh­buch: Mar­tin McDo­nagh. Mit Colin Far­rell, Bren­dan Glee­son, Ralph Fien­nes & Clé­mence Poésy. Tobis. Groß­bri­tan­nien, USA. 2008. FSK 16.

Geschichtenzeichnerin Celina: „Taking Lives – Für Dein Leben würde er töten“

„Taking Lives – Für Dein Leben würde er töten“ von 2004 ist ein Film, den ich in län­ge­ren Abstän­den noch­mals geschaut habe. Es braucht ein­fach ein paar Jahre, bis man die Details ver­ges­sen hat. Denn der Plot Twist am Ende, den kennt man. Aber der Weg und die Auf­de­ckung, wer der Seri­en­mör­der ist, und die Indi­zien, die dar­auf hin­wei­sen, sind beim zwei­ten und drit­ten Anschauen span­nen­der. Auch konnte ich mich nicht mehr genau an den Anfang erin­nern. Nach ein paar Minu­ten geht es schon zur Sache. Man sieht eine Rück­blende ins Jahr 1983, wo der Täter sein ers­tes Opfer umbringt und danach des­sen Iden­ti­tät annimmt.

Die Insze­nie­rung des Films als auch die schau­spie­le­ri­sche Leis­tung der Haupt­dar­stel­ler Ange­lina Jolie und Ethan Hawke kann sich sehen las­sen. Hawke kann die Rolle des Psy­cho­pa­then und Seri­en­mör­ders abge­kauft wer­den und Jolie als FBI-Agen­tin lleana Scott, eine Rolle, die keine schau­spie­le­ri­sche Höchst­leis­tung erfor­dert, kann durch­aus eine bedachte und auch starke Frau herüberbringen.

Gene­rell schafft es der Film, die Span­nung zu hal­ten. Ebenso ist die Idee bemer­kens­wert, die Michael Pyes Roman­vor­lage ent­springt, dass der Täter immer wie­der mor­det, um neue Iden­ti­tä­ten anzu­neh­men, und sich dabei denkt, dass er die Leben der Opfer nun aus­fül­len­der und bes­ser lebt als diese selbst.

Taking Lives – Für Dein Leben würde er töten. Regie: D. J. Caruso. Dreh­buch: Jon Boken­kamp. Mit Ange­lina Jolie, Ethan Hawke & Kie­fer Suther­land. War­ner Bros. USA, Kanada. 2004. FSK 16.

Geschichtenbewahrerin Michaela: „Die Unbestechlichen“

1972 wur­den im Water­gate Gebäude in Washing­ton Ein­bre­cher gefasst, die ver­sucht hat­ten, in den Büros der Demo­kra­ti­schen Par­tei Wan­zen anzu­brin­gen. Dies war nicht das erste und ein­zige Ver­ge­hen, in das der amtie­rende Prä­si­dent Richard Nixon invol­viert war. 1974 trat er zurück. Einen wesent­li­chen Anteil an der Auf­klä­rung hat­ten die Repor­ter der Washing­ton Post Bob Wood­ward und Carl Bernstein.

In dem Film „Die Unbe­stech­li­chen“ wurde die soge­nannte „Water­gate Affäre“ 1976 mit Robert Red­ford und Dus­tin Hoff­man in den Rol­len der bei­den Jour­na­lis­ten ver­filmt. Ein span­nen­der Polit­thril­ler, der ohne jeg­li­che Action aus­kommt und trotz­dem mit einer dich­ten und span­nen­den Hand­lung auf­war­tet. Nicht zuletzt der Leis­tun­gen von Robert Red­ford und Dus­tin Hoff­man ver­dankt der Film zahl­rei­che Nomi­nie­run­gen und den Gewinn von vier Oscar. „Die Unbe­stech­li­chen“ ist ein Plä­doyer für Pres­se­frei­heit und inves­ti­ga­ti­ven Journalismus.

Die Unbe­stech­li­chen. Regie: Alan J. Pakula. Dreh­buch: Wil­liam Gold­man. Mit Robert Red­ford, Dus­tin Hoff­man & Jack War­den. War­ner Bros. USA. 1976. FSK 12.

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