Kurz über ... düstere Animationsfilme und ‑serien #Todesstadt

by Bücherstadt Kurier

Mor­gen ist Hal­lo­ween – für uns ein Grund, uns im Film­thea­ter zu tref­fen, um einige Stun­den mit düs­te­ren Fil­men und Serien zu ver­brin­gen. Geschich­ten­er­zäh­ler Adrian, Geschich­ten­zeich­ne­rin Celina und Zei­chen­set­ze­rin Alexa haben einige Titel mitgebracht.

Geschichtenerzähler Adrian: „Vampire in the Garden“

Der Anime „Vam­pire in the Gar­den“ ist mit fünf Fol­gen auf Net­flix zwar kurz­wei­lig, hat mich aber mit einem ver­träum­ten und einem trä­nen­den Auge zurück­ge­las­sen. Anfangs hörte sich die Aus­gangs­lage der Serie für mich doch recht gene­risch an – eine ver­bo­tene Freund­schaft zwi­schen Mensch und Vam­pir –, jedoch hat die Suche von Momo (Mensch) und Fine (Vam­pir) nach einem Para­dies genug gefes­selt, dass ich die zwei Stun­den Gesamt­länge kein Biss­chen bereue. Zudem mit einer gelun­ge­nen deut­schen Synchronisation.

Vam­pire in the Gar­den. Regie: Ryô­tarô Makihara. Creator: Hiro­shi Taka­shige, Ryoi Mina­gawa. Mit Megumi Han, Chiaki Koba­ya­shi, Hiroki Tou­chi u.a. Net­flix. Japan, USA. 2022. FSK 16.

Geschichtenzeichnerin Celina: „Castlevania“

Emp­feh­lens­wert zu Hal­lo­ween ist die Ani­ma­ti­ons­se­rie „Cast­le­va­nia“, die in vier Staf­feln auf Net­flix zu sehen ist. Die Geschichte basiert auf den Video­spie­len, die seit den 1980er Jah­ren erschei­nen. Bereits in „Cast­le­va­nia: Sym­phony of the Night“ von 1997 wird Graf Dra­cula erneut zum Leben erweckt und Dra­cu­las Sohn Alu­card sowie Tre­vor Bel­mont kämp­fen gegen seine bösen Machen­schaf­ten. Tenor ist das auch bei die­ser Ani­ma­ti­ons­se­rie, nur viel aus­ge­reif­ter und in einem beein­dru­cken­den Ani­ma­ti­ons­stil. So sind die Bewe­gungs­ab­läufe und Kame­ra­per­spek­ti­ven gelun­gen. Auch spie­len weit­aus mehr Cha­rak­tere, die ein­zeln vor­ge­stellt wer­den und deren Hand­lungs­stränge zusam­men­lau­fen, eine ent­schei­dende Rolle.

Cast­le­va­nia. Regie: Sam Deats. Dreh­buch: War­ren Ellis. Deut­sche Synchronsprecher*innen: Sven Ger­hardt, Oli­ver Sie­beck, Gundi Eber­hard u.a. Net­flix. USA. 2017–2021. FSK 18.

Zeichensetzerin Alexa: „The House“

Schräg, düs­ter und bei­nahe uner­träg­lich: Im Stop-Motion-Film „The House“ wer­den drei von­ein­an­der unab­hän­gige Geschich­ten erzählt, die in unter­schied­li­chen Epo­chen spie­len. Im Mit­tel­punkt der Hand­lun­gen steht hier stets das titel­ge­bende Haus, in dem mys­te­riöse Dinge gesche­hen. So erhält in der ers­ten Geschichte eine Fami­lie die Chance, aus ihren ärm­li­chen Ver­hält­nis­sen zu ent­kom­men und in das besagte Haus ein­zu­zie­hen. In der zwei­ten Geschichte geht es um jede Menge Unge­zie­fer und in der drit­ten um die Reno­vie­rung des Hau­ses. Glück fin­det in die­sem Haus aber nie­mand. Die Geschich­ten sind teils der­art ver­stö­rend, dass ich das Wei­ter­schauen unter­bre­chen oder ein­zelne Sze­nen über­sprin­gen musste. „The House“ ist kein Film, den man mal eben schauen kann. Sowohl dra­ma­tur­gisch als auch ästhe­tisch und the­ma­tisch ist der Film sehr anspruchs­voll und ver­langt viel von sei­nen Zuschauer*innen. Und den­noch – oder gerade des­we­gen – fas­zi­niert mich „The House“ so.

The House. Regie: Emma de Swaef, Marc James Roels, Niki Lin­den­roth von Bahr und Paloma Baeza. Dreh­buch: Enda Walsh. Mit Mia Goth, Mat­thew Goode, Clau­die Bla­kley u.a. Net­flix. UK. 2022. FSK 16.

Ein Bei­trag zur #Todes­stadt. Hier fin­det ihr alle Beiträge.

Weiterlesen

Leave a Comment

Diese Seite verwendet Cookies. Mit der Nutzung unserer Website erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Erfahre mehr