Ich war das Jadekind

by Bücherstadt Kurier

„Wer im Mor­gen­grauen den Perl­fluss auf­wärts fährt, wird mit außer­or­dent­li­chen Ein­drü­cken konfrontiert.“

*Klick* ama​zon​.de; Cover © Edi­tion Raetia

„Ich war das Jade­kind“ beschreibt eine unge­wöhn­li­che Kind­heit: ihr Vater betreute die Geschäfte der deut­schen Firma I. G. Far­ben (BASF) in China, was die Fami­lie bereits vor Marion Schiff­lers Geburt nach Hong­kong führte. Dort fin­det Marion 1924 den Weg in die Welt und wächst inmit­ten blü­hen­der Kolo­ni­al­kul­tur auf. Trotz eigent­lich getrenn­ter Wel­ten kommt es zu regem kul­tu­rel­lem Aus­tausch – auch wegen ihrer welt­of­fe­nen Eltern und nicht zuletzt wegen der chi­ne­si­schen Amme. Mit Aus­bruch des Zwei­ten Welt­krie­ges 1938 muss die Fami­lie China hin­ter sich las­sen. Deutsch­land ist der vier­zehn­jäh­ri­gen Marion zu die­sem Zeit­punkt nur von kur­zen Besu­chen bekannt. Inner­halb der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Gesell­schaft fühlt sich die Fami­lie aller­dings nicht wohl, und sie bricht wie­der auf, zunächst nach Istrien, ehe Fami­lie Schiff­ler sich in Meran niederlässt.

Marion Schiff­ler schafft mit ihrem Buch weni­ger eine Bio­gra­fie als eine Stu­die zur chi­ne­si­schen Kul­tur. Vor dem Hin­ter­grund ihrer Kind­heit beschreibt sie ein China vol­ler Mythen und dem all­ge­gen­wär­ti­gen Lächeln der Chi­ne­sen, deren Gesicht nicht zu durch­schauen ist. Sie beschreibt sich selbst als Aus­län­de­rin in China, wel­che sich unter den Chi­ne­sen woh­ler fühlt als unter „wei­ßen Teufeln“.

Erika

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