Der Mond weint Honigtränen

der mond weint honigtränen1

Der Mond weint Ho­nig­trä­nen

Der Mond weint Ho­nig­trä­nen
bit­ter­süß
ein gol­de­ner Re­gen im wei­ßen Licht
und sehnt sich nach Zwei­sam­keit
doch nicht so wie du denkst
denn Lie­be ist al­les für ihn
rein und auf­rich­tig
voll­kom­men
be­din­gungs­los

Manch­mal mi­schen sich auch Bluts­trä­nen dar­un­ter
rot auf wei­ßem Schnee
kühl und lei­se
wie Ru­bi­ne fal­len die Flo­cken
kost­ba­rer als du es dir vor­stel­len kannst
ist die­ses Ge­heim­nis

Doch nicht al­les ist ver­lo­ren
denn selbst im Schwei­gen, in der Ein­sam­keit
blei­ben die Er­in­ne­run­gen
und der Mond at­met ein und aus
ein sanf­ter, ewi­ger Rie­se
und doch ein Kind,
das sich nach der Son­ne sehnt

Ein sil­ber­hel­les La­chen lässt den Him­mel auf­hor­chen
und die Ster­ne schau­en ver­wun­dert
auf den ur­alten, wei­sen Him­mels­kör­per
vor dem eine Sei­fen­bla­se schwebt
und er lacht und lacht
denn zum ers­ten Mal sieht er sein Spie­gel­bild
und ist nicht län­ger ein­sam

Text: Sil­via
Bild: Mar­co

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