Im März fei­ert die Bücher­welt – inzwi­schen schon seit sie­ben Jah­ren – die unab­hän­gi­gen Ver­lage. Das sind Ver­lags­häu­ser, die nicht zu einem gro­ßen Kon­zern gehö­ren und mit klei­nem Bud­get trotz­dem viel Wert auf inhalt­lich und optisch anspre­chende Bücher legen. Geschich­ten­zeich­ne­rin Celina und Worte­we­be­rin Annika haben Comic­tipps aus unab­hän­gi­gen Ver­la­gen gesammelt.

Der Clou am Indie­book­day: Um mit­zu­ma­chen, kauft man an die­sem Tag ein Buch aus einem unab­hän­gi­gen Ver­lag und pos­tet anschlie­ßend ein Bild davon in den sozia­len Medien, wenn man möchte. (Viele lokale Buch­hand­lun­gen bie­ten auch online-Bestel­lun­gen und Lie­fer-Ser­vices an.) So bekom­men Bücher mehr Auf­merk­sam­keit, deren Ver­lage nicht viel Geld in das Mar­ke­ting ste­cken kön­nen. Unter #indie­book­day oder #weread­in­die fin­det man natür­lich auch an jedem ande­ren Tag im Jahr viele Buch­tipps aus Kleinverlagen.

Wei­tere Inspi­ra­tion lie­fert die Indie­book­chal­lenge von Ver­la­gen, Buch­blog­gern und Buch­hand­lun­gen: Jeden Monat liest man ein Buch aus einem Indie­ver­lag zu einem bestimm­ten Thema – mit Gemüse im Titel, mit einem roten Cover oder über das Glück zum Bei­spiel. Dadurch kann man die Viel­falt an Ver­la­gen und The­men ken­nen­ler­nen und sich von ande­ren Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mern inspi­rie­ren las­sen. Die fol­gen­den Buch­tipps kön­nen eben­falls eine erste Inspi­ra­tion sein, um den Indie­book­day zu bege­hen oder kleine Ver­lage kennenzulernen:

ADAGIO N°3 – Mind­voll­ness – Jaja Verlag

In „ADAGIO N°3 – Mind­voll­ness“ von Maki Shi­mizu geht es, wie bereits in den ers­ten zwei Comics, um All­tags­er­fah­run­gen. Aller­dings wer­den dies­mal The­men wie Bur­nout und Selbst­hei­lung fokus­siert, mit denen Kater Ada­gio und Maki-Maus kon­fron­tiert wer­den. Der Comic ist in schwarz-weiß gehal­ten und glänzt mit sei­ner Abs­trakt­heit. Der dritte Band hat ein grö­ße­res For­mat, was sich posi­tiv auf das Bil­d­er­leb­nis aus­wirkt. (gc)

Dolo­miti Jahre – Edi­tion 52

Im Comic „Dolo­miti Jahre“ erzählt Ulf K. Geschich­ten aus sei­ner Kind­heit. Diese sind aus Sicht sei­nes jün­ge­ren Ichs geschil­dert und drif­ten daher auch mal in die Fan­ta­sie ab. Jede Kurz­ge­schichte weist eine andere Farb­pa­lette und unter­schied­li­che Umset­zung der Schat­tie­rung auf, wodurch sich die Geschich­ten von­ein­an­der abhe­ben. Der Comic kann recht schnell durch­ge­le­sen wer­den, da er nur aus 48 Sei­ten besteht. (gc)

Das Gol­dene Zeit­al­ter – Ers­ter Teil – Reprodukt

Nach dem Tod des Königs steht das Land kurz vor einem Umbruch: Seine Toch­ter Tilda soll den Thron bestei­gen und möchte für mehr Gerech­tig­keit sor­gen, doch ein Kom­plott ver­ei­telt diese Pläne. Mit eini­gen treuen Gefähr­ten begibt sie sich nun auf die Suche nach Ver­bün­de­ten. Bald erfährt sie vom „Gol­de­nen Zeit­al­ter“, einem alten Buch über ein Leben in Ein­tracht und Gleich­heit, das alles ver­än­dern könnte. Nicht nur die Geschichte, auch die farb­präch­ti­gen Bil­der und die Spra­che des Comics ver­set­zen Lese­rin­nen und Leser ins Mit­tel­al­ter. Die aus­ge­fal­lene, bild­hüb­sche Gestal­tung macht die­ses Buch zu einem wah­ren Schatz. (wa)

  • ADAGIO N°3 – Mind­voll­ness. Maki Shi­mizu. Jaja Ver­lag. 2017.
  • Dolo­miti Jahre. Ulf K. Edi­tion 52. 2012.
  • Das Gol­dene Zeit­al­ter – Ers­ter Teil. Roxanne Moreil, Cyril Pedrosa. Aus dem Fran­zö­si­schen von Ulrich Pröf­rock. 2019.

Wei­ter­stö­bern:
  • Unsere Buch­tipps zum letz­ten Indiebookday
  • Inter­view mit Daniel Bes­kos vom mai­risch Ver­lag, einem Initia­tor des Indiebookdays
  • Der Gemein­schafts­blog „We read Indie“ (Lite­ra­tur aus unab­hän­gi­gen Verlagen)

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