#7. Türchen

by Bücherstadt Kurier

Eis­blu­men

Ein war­mes hel­les Schimmern
Durch­dringt die dunkle Nacht
Denn zarte weiße Blüten
Öff­nen sich nun sacht
Erstrah­len auf der Wiese
Wie sanf­tes Sternenlicht
Glit­zernd durch des Mondes
Silb­rig Angesicht

Ein fros­tig kal­ter Nebel
Der zieht nun leis herauf
Umhüllt die Sternenblüten
Mit kal­tem Winterhauch
Bedeckt die dunkle Wiese
Mit fun­kelnd wei­ßem Kleid
Und lässt sie hell erleuchten
Vor tie­fer Dunkelheit

Kalt knis­tern erste Flocken
Von frisch­ge­fal­le­nem Schnee
Auf tief­ge­fro­ren Halmen
Von Gras und Winterklee
Bema­len grüne Blätter
Mit Fin­gern ganz aus Eis
Und zeich­nen feine Muster
Ins fun­kelnd helle Weiß

Text: Mir­jam Schmidt
Bild: Celina

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0 comment

Dorothea Ender 7. Dezember 2015 - 10:23

Das schöne Gedicht von den “ Eis­blu­men“ hat mich heute an etwas erin­nert, das ich fast ver­ges­sen hatte : wie schön Eis­blu­men im Win­ter sind ! Mor­gens ‚ehe ich zur Schule ging sah ich nach den Eis­blu­men am Fens­ter. Sie waren schon bis in die Hälfte der Fens­ter­schei­ben “ gewachsen“.Ich hauchte die zar­ten Blü­ten an und es ent­stand ein klei­nes Guckk­loch, durch das man hin­aus schauen konnte. Nach einer Weile war es wie­der zuge­fro­ren.- Heute kann man diese Eis­blu­men­pracht nicht mehr oft sehen. Schade !

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Seitenkünstler Aaron 7. Dezember 2015 - 13:21

Auf was man nicht alles für bequeme dichte Fens­ter verzichtet!

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Marko Stiebritz 7. Dezember 2015 - 15:28

Ein schö­nes Gedicht. Es lässt sich auch gut singen.

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Zwischenzeilenverstecker Marco 11. Januar 2016 - 9:00

Es gibt sie noch, die Eis­blu­men. Wenn ich mor­gens zum Auto komme und kurz davor bin mich inner­lich dar­über zu beschwe­ren, dass ich krat­zen muss, halte ich einen Moment inne und betrachte die Mus­ter, wel­che sich gra­zil über die Glas­schei­ben aus­ge­brei­tet haben.

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