Ein Guru in Buchform

Stre­ben nicht alle Men­schen nach Glück­se­lig­keit und in­ne­rer Stär­ke? Möch­ten wir nicht alle un­ser in­ne­res Gleich­ge­wicht fin­den und im Ein­klang mit uns selbst le­ben? Der Rat­ge­ber „Take Five“ soll da Ab­hil­fe schaf­fen. Laut Heinz Pe­ter Wall­ner be­nö­ti­gen wir da­für nur fünf Schlüs­sel für die ge­wünsch­te Le­ben­dig­keit und bes­se­re Le­bens­qua­li­tät. Ob man durch ei­nen Rat­ge­ber tat­säch­lich rea­les Le­bens­glück „er­ler­nen“ kann? – Von Ro­ma­nakro­ba­tin Leo­na

Take FiveJe­der hat wohl die­se Mo­men­te, in de­nen man das ei­ge­ne Le­ben ein­fach mal kurz an­hal­ten möch­te, um durch­zu­at­men. Fa­mi­lie, Job und Freun­de sind nicht im­mer un­ter ei­nen Hut zu brin­gen. Stress, Ver­sa­gens­ängs­te und der graue, trü­ge­ri­sche All­tag for­dern ih­ren Tri­but. Um dem Gan­zen zu ent­kom­men, wer­den in die­sem Buch fünf Schlüs­sel auf­ge­lis­tet, um wie­der die Ba­lan­ce zu fin­den. Der Au­tor be­schreibt es als „ein Mut­ma­cher­buch“, wel­ches schein­bar je­der ganz ein­fach an­wen­den kann. Wich­tig ist nur, die fünf Schlüs­sel ein­zu­hal­ten.

Die fünf Schlüs­sel be­inhal­ten Wil­lens­kraft, die drei Quel­len des Le­bens, die Be­frei­ung von Zwän­gen, die ei­ge­nen Ta­len­te zu ent­fal­ten und schöp­fe­risch zu wir­ken. Vie­les klingt da­bei al­ler­dings sehr spi­ri­tu­ell und me­ta­phy­sisch und das ist es auch. Ebe­nen, mit de­nen sich nicht je­der iden­ti­fi­zie­ren kann und für ei­ni­ge Le­ser even­tu­ell sinn- und wir­kungs­los er­schei­nen. Oft ge­nug muss man auch schmun­zeln, ge­ra­de bei den ab­schlie­ßen­den Übun­gen. Me­tho­den wie „Mich vom in­ne­ren En­gel um­ar­men las­sen“ oder „Ein­fach kurz Baum sein“ wür­den vie­len Men­schen in Kri­sen­si­tua­tio­nen nicht hel­fen und wohl eher als un­sin­nig ab­ge­stem­pelt wer­den.
Mit Si­cher­heit gibt es al­ler­dings auch Men­schen, die aus die­sen Übun­gen tat­säch­lich Kraft schöp­fen kön­nen. Das ist schließ­lich die In­ten­ti­on. Es ist ein Rat­ge­ber, der für Men­schen ge­schrie­ben wur­de, die sich mit den spi­ri­tu­el­len Ge­dan­ken­strän­gen be­schäf­ti­gen möch­ten und da­bei be­son­ders an ih­ren in­ne­ren Geist glau­ben. Al­ler­dings muss man wirk­lich dran glau­ben, an­sons­ten hält man es für Ho­kus­po­kus, da es an vie­len Stel­len selt­sam und be­fremd­lich wirkt. Es ist not­wen­dig, sich dar­auf ein­zu­las­sen und tief in die­se Ma­te­rie ein­zu­tau­chen.

Al­ler­dings ist es nicht mög­lich, Ei­gen­schaf­ten wie in­ne­re Stär­ke, Ge­las­sen­heit, Le­ben­dig­keit, Glück­se­lig­keit und die vie­len an­de­ren po­si­ti­ven Din­ge des Le­bens zu er­ler­nen. Man muss sie er­le­ben, Er­fah­run­gen sam­meln und darf sich da­bei nicht von ei­nem Rat­ge­ber lei­ten las­sen. Zur Ori­en­tie­rung und Op­ti­mie­rung könn­te die­ser Rat­ge­ber mög­li­cher­wei­se nütz­lich sein, mehr aber auch nicht.

Take Five: Die fünf Schlüs­sel zu mehr Le­ben­dig­keit und in­ne­rer Stär­ke. Heinz Pe­ter Wall­ner. Edi­ti­on Sum­mer­hill. 2016.

Über Bücherstadt Kurier 1026 Artikel
Literatur für alle!

Kommentar hinterlassen

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*