(des) Todes Gedanken

(des) To­des Ge­dan­ken

Stumm
sitzt er
auf dem Dach
des al­ten Hau­ses
ganz au­ßen
am Ran­de
des Ver­ant­wort­ba­ren
und lässt die Füße bau­meln
un­be­herrscht
wie
gren­zen­los

seit Stun­den schon
ist er hier oben
oder sind es Tage gar?
doch Zeit
spiel­te
noch nie
eine Rol­le
für ihn
er ist so­gar im­mun
da­ge­gen
auch wenn es sich
nicht im­mer
so an­füh­len mag

Er sehnt sich
tief­grei­fend
nach Ver­än­de­rung
und Wech­sel­spiel
doch wie
soll ei­ner wie er
zum Re­bell wer­den
wo er doch au­ßer­halb
al­ler Re­geln steht?

Also bleibt ihm
nichts
und doch al­les
gleich
und so
ba­lan­ciert er
kaum eine Hand­breit
vom Ab­grund ent­fernt
ge­fähr­lich
das Ge­wicht ver­la­gernd
mit vol­ler Ab­sicht
setzt er
al­les
aufs Spiel
oder tut zu­min­dest so
denn für ihn
gibt es
kein Ent­rin­nen
kein Ende
wo kein An­fang war

re­si­gniert
aber stolz
gibt er auf
end­gül­tig
lässt sich fal­len
ins Un­ge­wis­se
und ist nicht mehr

Verse­flüs­te­rin Sil­via
Il­lus­tra­ti­on: Sei­ten­künst­ler Aa­ron

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