Abenteuer Liebe: Das Mißverständnis

Als sich De­ni­se und Ives im Ur­laub ken­nen­ler­nen, ist es wie Lie­be auf den ers­ten Blick. Doch kaum zu Hau­se in Pa­ris an­ge­kom­men, er­greift sie der All­tags­trott und sie wer­den mit Pro­ble­men kon­fron­tiert, die sie so nicht er­war­tet ha­ben. De­ni­ses All­tag be­steht vor al­lem dar­in, auf den An­ruf ih­res Ge­lieb­ten zu war­ten. Völ­lig be­ses­sen scheint sie von ihm zu sein, ihre Lie­be ist zu groß, als dass aus­rei­chend Frei­raum für die Ent­wick­lung der Lie­bes­be­zie­hung be­stün­de. Sie klam­mert so sehr, dass Ives die Be­zie­hung nur noch als An­stren­gung emp­fin­det – und den­noch merkt er, dass er ohne sie nicht le­ben kann…

Spie­lend ge­lingt es der Au­to­rin, den Be­zie­hungs­kon­flikt der Lie­ben­den über­zeu­gend zu be­schrei­ben – auch wenn der Kitsch an man­chen Stel­len über­hand nimmt. Die Span­nung um die Fra­ge, wie sich die Be­zie­hung der bei­den ent­wi­ckeln mag, lässt je­doch dar­über hin­weg­se­hen. Al­len, die eine kurz­wei­li­ge, teils tief­sin­ni­ge und emotional-dramatische Lie­bes­ge­schich­te su­chen, sei „Das Miß­ver­ständ­nis“ emp­foh­len.

Zei­chen­set­ze­rin Ale­xa

Das Miß­ver­ständ­nis. Irè­ne Né­mi­rovs­ky. Über­set­zung: Su­san­ne Rö­ckel. btb. 2015.

Über Zeichensetzerin Alexa 84 Artikel
Zeichensetzerin Alexa ist - in Begleitung des Buchfinken - an verschiedenen Orten der Bücherstadt anzutreffen. Außerhalb dieser arbeitet sie als Erzieherin in einem Bremer Elternverein, studiert Germanistik und Kunst-Medien-Ästhetische Bildung und gestaltet ihr Projekt Zeichenblicke.

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