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Wort­klau­be­rin Erika
Name
Erika Unter­per­tin­ger
Res­sort
Krea­tiv­la­bor
Lek­to­rat
Social Media
Vita
Wort­klau­be­rin Erika schal­tet und wal­tet in der Bücher­stadt vom beschau­li­chen Wien aus. Sie stu­diert im Mas­ter Ver­glei­chende Lite­ra­tur­wis­sen­schaft mit einem Schwer­punkt auf Psy­cho­ana­lyse, Meta­fik­tion und Kul­tur­trans­fer und ist in der Schreib­di­dak­tik tätig.
Wo in Bücher­stadt wohnst du?
Ich wohne über der Wort­klau­be­rei, wo ich den Tag damit zubringe, Wör­ter zu fin­den und zu erfin­den – direkt hin­ter dem Bücher­Ver­sum. Stu­die­rende fin­den bei mir die rich­ti­gen Worte für ihre Arbei­ten, Bücher­städ­ter kra­men nach Ono­mato­päika und Oxy­mora zum Son­der­preis. Man trifft mich aber auch im krea­ti­ven Labor im Turm der Chef­re­dak­tion an. Dort habe ich wäh­rend der Dead­line meist eine Schlaf­couch aus­ge­zo­gen.
Bücher­städ­ti­scher Beruf
Wort­klau­be­rin
Was machst du für den Bücher­stadt Kurier?
Ich bin Zustän­dige für das Res­sort „Krea­tiv­la­bor“, orga­ni­siere die Ver­tei­lung der Texte für die Aus­ga­ben in mei­nem Res­sort und krü­mele hin und wie­der ein paar liter­ar­tur­wis­sen­schaft­li­che Gedan­ken in einen Text für die Web­seite.
Was ist deine Moti­va­tion, an die­sem Pro­jekt zu arbei­ten?
Einer­seits liegt mir viel vom Bücher­stadt Kurier am Her­zen, weil ich von Anfang an – seit 2012 – dabei bin. Ich liebe die Arbeit in unse­rem klei­nen, ste­tig wach­sen­den Team mit sei­ner fas­zi­nie­ren­den Krea­ti­vi­tät, die uns manch­mal aus allen Poren spru­delt. Die Her­aus­for­de­rung, sich immer Neues fürs Krea­tiv­la­bor ein­fal­len zu las­sen, macht min­des­tens so viel Reiz aus. Auf der ande­ren Seite bin ich Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­le­rin. Es liegt in mei­nem Inter­esse, die ver­schie­de­nen Aspekte, die man aus ver­schie­de­nen Räu­men, Zei­ten und Lite­ra­tu­ren her­aus­ar­bei­ten kann, auch Nicht‐Wissenschaftlerinnen und –Wis­sen­schaft­lern zugäng­lich zu machen. Der Bücher­stadt Kurier ist darin gewis­ser­ma­ßen eine ‚Aus­rede‘, durch­ge­hend nach Neuem zu suchen. Es kommt noch ein drit­tes Moment für mich hinzu: Die Magie, die Worte aus­üben. Ich habe mich nie von ihnen fern­hal­ten kön­nen, und finde in der Bücher­stadt eine end­lose Spiel­wiese.
Was erhoffst du dir dabei?
Ich hoffe in mei­ner Arbeit, die Freude an den vie­len klei­nen Din­gen der Lite­ra­tur wei­ter­ge­ben zu kön­nen – und bei ande­ren die Neu­gierde dar­auf zu wecken.
Und was machst du, wenn du nicht für den Bücher­stadt Kurier arbei­test?
Ich habe einen Bachelor‐Abschluss in Ver­glei­chen­der Lite­ra­tur­wis­sen­schaft und Geschichte, und bin momen­tan in den Mas­ter­stu­di­en­gang für Ver­glei­chende Lite­ra­tur­wis­sen­schaft in Wien inskri­biert. Neben­bei ver­su­che ich mich im Schrei­ben und beschäf­tige mich semi‐beruflich mit wis­sen­schaft­li­chem Schrei­ben.
Was war als Kind dein Traum­be­ruf?
Ich wollte Leh­re­rin wer­den. Jetzt möchte ich Dozen­tin wer­den. So viel hat sich daran also nicht ver­än­dert.
Was war dein ers­tes selbst­ge­kauf­tes Buch?
Ich kann mich nicht mehr wirk­lich daran erin­nern. Die Aus­wahl schwankt zwi­schen den gesam­mel­ten Mär­chen von Hans Chris­tian Ander­sen und einem Band von Tho­mas Bre­zi­nas Reihe „Ein Fall für das Tiger‐Team“.
Wo liest du am liebs­ten?
Ich lese über­all gerne, habe aber ein paar Lieb­lings­plätze. Ich mag die Ter­rasse dort, wo ich auf­ge­wach­sen bin, und mei­nen Lese‐Sessel.
Wel­ches Genre bevor­zugst du?
In letz­ter Zeit habe ich mich mit den „Klas­si­kern“ der Welt­li­te­ra­tur aus­ein­an­der­ge­setzt, weil ich eine Mei­nung dazu bil­den möchte. Im Grunde genom­men bin ich nicht wäh­le­risch, solange der Schreib­stil mir mun­det.
Gibt es ein Buch, das dir beson­ders am Her­zen liegt?
Ein Buch über Druck­gra­fi­ken, das ich von mei­nem ehe­ma­li­gen Kunst­leh­rer bekom­men habe.
Was liebst du außer­dem?
Kaf­fee und meine Kaf­fee­tasse, gute Gesprä­che, Lite­ra­tur und Musik und Kunst, die einem das Herz auf­ge­hen las­sen.
Was machst du in dei­ner Frei­zeit?
Ich schreibe Geschich­ten – alles zwi­schen eige­nen Wer­ken und Fan­fic­tions -, male eher sel­ten, ver­sorge mein Umfeld mit Back­wa­ren und spiele Vio­line.
Wel­che drei Bücher wür­dest du mit auf eine ein­same Insel neh­men? Und warum diese?
Die Aus­wahl ist beein­flusst vom Kri­te­rium, dass ich sie wie­der und wie­der und wie­der lesen kann. „Das Kar­ten­ge­heim­nis“ von Jostein Gaar­der lese ich wie­der und wie­der und wie­der. „La Com­me­dia“ von Dante Ali­ghieri beschäf­tigt mich seit Jah­ren in all ihren Fein­hei­ten. Schließ­lich eine Mär­chen­samm­lung von Mär­chen aus aller Welt – mög­lichst kom­plett -, denn diese wür­den mich zumin­dest eine Zeit lang beschäf­tigt hal­ten, abge­se­hen von der Tat­sa­che, dass ich einen Nar­ren an den Mär­chen und Mythen der Welt gefres­sen habe.
Hast du ein Lieb­lings­wort?
Kein Wort, aber einen Satz. „Immer her damit!“
Wie lau­tet dein Lieb­lings­zi­tat?
Ich habe zu viele mit Blei­stift unter­stri­chene Sätze in Büchern, die ich gut finde. Ein Aus­spruch, der mir dar­über hin­aus viel bedeu­tet ist fol­gen­der von Arthur Scho­pen­hauer: „Das Schick­sal mischt die Kar­ten und wir spie­len.“
Hast du einen Lieb­lings­film oder ein Lieb­lings­spiel?
Disney‐Filme und die Pro­duk­tio­nen von Ida Lupino ran­gie­ren hoch in mei­nem Kurs, aber hier eine Ent­schei­dung zu tref­fen ist schlicht­weg grau­sam. Ich finde immer wie­der Lieb­linge in allen Peri­oden der Film­pro­duk­tion.
Wenn du ein Buch wärst, wel­ches wärst du?
Ich wäre wohl ein Buch, das außen einen unschein­ba­ren Ein­druck macht, in einem gro­ßen Regal viel­leicht sogar irgendwo in den hin­te­ren Rei­hen endet, aber ganze Wel­ten ent­fal­tet, sobald man es öff­net.
vor 3 Wochen no Com­ment

Wenn es ums Erbe geht, gibt es nichts zu scher­zen: Wort­klau­be­rin Erika hat bei Pier­san­dro Pal­la­vici­nis „Erben auf Ita­lie­nisch“ trotz­dem einige Lach­trä­nen ver­gos­sen.

vor 1 Monat no Com­ment

Reneés Reh rennt / Reneé: renn, Reh, renn / Reneés Reh rennt / Reneé: geh

vor 4 Mona­ten no Com­ment

Grün / Meine Agave / Auf dem Fens­ter­brett / Ich sonne mich mit / Hei­me­lig

vor 4 Mona­ten no Com­ment

Fuchs und Hase: Wett­lauf – gegen was? die Zeit / das Gefres­sen­wer­den / den eige­nen Tod (durch Erschöp­fung)? / Du : Fuchs : ich : / Hase / Hasen­fü­ßig laufe, ent‐ / springe ich / Dei­nen Fra­gen zu mei­ner Zukunft ...

Foto: Worteweberin Annika
vor 5 Mona­ten no Com­ment

Hel­ler Tag: Ich atme die kalte Luft ein, sehe beim Aus­at­men meine Atem­wolke auf­stei­gen. Sie passt zu den Schnee­ber­gen rund um mich, durch die ich stapfe. Die Schnee­schuhe sind schwer an den Füßen, mir ist es zu früh.

vor 9 Mona­ten no Com­ment

„Ein Ring sie zu –“ knech­ten? Ja, auch, vor allem aber ist diese Art von Ring nichts, das an einen Fin­ger passt und töd­li­che Wir­kung hat. Wort­klau­be­rin Erika hat sich durch den Hor­ror­klas­si­ker „The Ring“ (2002) von Gore Ver­bin­ski gegru­selt und fragt: Hat sich die­ses Blind Date den Klassiker‐Status ver­dient?

vor 11 Mona­ten no Com­ment

„Blind ins Unge­wisse“ erhält eine ganz neue Bedeu­tung bei „Omnis“, dem Spiel für Sehende und Blinde. Wort­klau­be­rin Erika hat sich mit Verena und Mag­da­lena aus dem Ent­wick­ler­team getrof­fen, um über ihr Pro­jekt zu spre­chen.

vor 11 Mona­ten no Com­ment

“Wenn man Iris zum ers­ten Mal begeg­net, weiß man gleich, sie ist ein fröh­li­cher Mensch. Die Fröh­lich­keit ist den gan­zen Tag über abruf­bar. Aber in der Nacht kom­men die Schat­ten, die das strah­lende Lächeln tags­über ver­treibt.”

vor 11 Mona­ten no Com­ment

Wort­klau­be­rin Eri­kas Blind Date führt sie ins Korea der Drei­ßi­ger­jahre, wo eine geris­sene Taschen­die­bin den Pos­ten einer Dienst­magd im Hause eines rei­chen japa­ni­schen Bücher­samm­lers ein­nimmt. Eigent­lich soll sie des­sen Nichte dazu brin­gen, sich zu ver­lie­ben. Zu blöd, dass sie sich selbst ver­liebt.

vor 1 Jahr no Com­ment

Im nächs­ten Kri­mi­nal­ro­man, der „IM NETZ“ hei­ßen wird, das kann ich schon ver­ra­ten, gibt’s viele Rezepte aus Sar­di­nien … Die…

Der Bücher­stadt Kurier ist ein eMa­ga­zin für Literatur(kultur), das seit 2012 ehren­amt­lich von enga­gier­ten Lite­ra­tur­be­geis­ter­ten gestal­tet wird.