Markus Heitz: Tobender Sturm

by Bücherstadt Kurier

Wir stür­zen uns nun auf den vier­ten und angeb­lich letz­ten Band der Dark-Fan­ta­sy­reihe „Die Legen­den der Albae“ von Mar­kus Heitz: „Toben­der Sturm“, erschie­nen 2014 im Piper-Verlag.

Kurz zum Ablauf: Die­ses Buch spielt zeit­lich nach dem vier­ten Band der Zwerge. Erzähl­tech­nisch stellt uns Mar­kus Heitz die bekann­ten Cha­rak­tere vor: Aipha­tòn, den Sohn der Unaus­lösch­li­chen und Kai­ser der Albae im Gebor­ge­nen Land, sowie Car­mon­dai, den Mar­kus Heitz seit jeher als Sprach­rohr und Wis­sens­samm­ler ein­ge­setzt hat und der immer mal wie­der durch die Schau­plätze der ver­schie­de­nen Bücher stolpert.
Der Kai­ser der Albae hat eine für die Albae unty­pi­sche Moral­vor­stel­lung ent­wi­ckelt, mit der Kon­se­quenz, dass er alle Art­ge­nos­sen fin­den und des­sen Tod sei­nen Namen tra­gen soll. So ist es nicht ver­wun­der­lich, dass Aipha­tòn sich durch unzäh­lige Unge­heuer schlach­tet und jeder Spur nach­geht. Dabei wird er immer von sei­ner neuen Moral ange­trie­ben, die er Boin­dil, dem ehe­ma­li­gen Beglei­ter von Tung­dil, eben­falls über­ge­ben hat. Am ande­ren Ende steht Car­mon­dai, den Heitz als Kon­trast ganz nach unten in die Hier­ar­chie ins Gesche­hen wirft, wobei die Art und Weise, wie er ihn ein­führt etwas A‑typisch und unschlüs­sig ist.

Tat­sa­che ist, dass der Schrift­meis­ter im Ker­ker der Dril­linge erscheint und dort aus­bricht, nur um einem zwie­lich­ti­gen Zha­dár in die Hände zu fal­len, der sich als Albae-Jäger her­aus­stellt. Er sieht in Car­mon­dai einen Spiel­ball für seine per­fi­den Jagdmethoden.
Wäh­rend also der eine als Gei­sel umher­ge­scheucht wird, ver­sucht der andere alle ande­ren Schwarz­au­gen zu ver­nich­ten und gerät dabei uner­war­tet in eine Situa­tion, mit der er nicht gerech­net hatte. Ein Feind taucht auf, der – von Magie durch­tränkt – einen unüber­wind­ba­ren Geg­ner dar­stellt. Zurück­ge­las­sen wird man lei­der mit mehr Fra­gen als einem lieb ist. Abge­se­hen von dem hohen Schreib­ni­veau, was man Mar­kus Heitz nicht abspre­chen kann und sei­nem Hang zu krea­ti­ven posi­ti­ven Aus­brü­chen, ist es schwie­rig für einen der Cha­rak­tere ein gewis­ses Gefühl zu ent­wi­ckeln. „Toben­der Sturm“ ist ein guter Nach­fol­ger für all jene, die seine ande­ren Bände zum Gebor­ge­nen Land schon ken­nen. Für alle ande­ren könnte die Flut an Infor­ma­tio­nen zu viel sein.

Diungo

Die Legen­den der Albae Band 4 – Toben­der Sturm, Mar­kus Heitz, Piper, 2014
Band 1: Gerech­ter Zorn | Band 2: Ver­nich­ten­der Hass | Band 3: Dunkle Pfade

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