Bücherstädterin Vera besucht mal wieder eine Gruppe ganz besonderer Hexen: nämlich die in Terry Pratchetts kultigen Scheibenwelt-Romanen.
Gestatten? Oma Wetterwachs ist eine strenge Gestalt, die weiß, wie die Welt funktioniert. Selbst wenn sie Unrecht hat. Was sie natürlich nie hat. Nanny Ogg ist dem Alkohol, einem guten Pfeifchen und derben Witzen nicht abgeneigt. Und Männern. Und dem Alkohol. Aus medizinischen Gründen versteht sich. Und Magrat Knoblauch gibt sich Mühe, so richtig hexisch zu sein. Leider sieht sie eher aus wie ein gerupftes Huhn. Und dann sind da noch einige gefährlich unerfahrene Junghexen, ein ziemlich problematischer Kater, blaue Rabauken, nicht ganz so nette Elfen, noch viel weniger nette Vampire und haufenweise andere Abenteuer und Schlammassel.
Natürlich merkt man Terry Pratchetts Scheibenwelt-Romanen die Jahre an, die sie auf dem Hexenbuckel haben. Aber in ihnen stecken neben dem britischen Humor sehr viele scharfe Beobachtungen über Psychologie, Mythen, Märchen und Geschlechterrollen. Also, worauf wartet ihr? An einem nebligen Oktobertag gibt es nichts Besseres, als sich mit Tee (oder was Stärkerem, wenn man Nanny Ogg ist) und Buch zurückzuziehen und alles in Frage zu stellen, was man je über Hexen zu wissen geglaubt hat. Oder zu lachen. Je nach dem.
Geheimtipp: Bücherstädterin Vera hat sich Hut über Besen in die englischen Hardcover-Ausgaben verguckt.
Diese Bücher gibt es (in chronologischer Reihenfolge):
- Equal Rites / Das Erbe des Zauberers
- Wyrd Sisters / MacBest
- Witches Abroad / Total verhext
- Lords and Ladies / Lords und Ladies
- Maskerade / Mummenschanz
- Carpe Jugulum / Carpe Jugulum
Und das sind die Romane rund um Junghexe Tiffany Weh:
- The Wee Free Men / Kleine Freie Männer
- A Hat Full of Sky / Ein Hut voller Sterne
- Wintersmith / Der Winterschmied
- I Shall Wear Midnight / Das Mitternachtskleid
- The Shepherd’s Crown / Die Krone des Schäfers
Foto: Bücherstädterin Vera
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