Ein Spion auf den Spuren von Atlantis

by Bücherstädterin Elisabeth

Wie pas­sen Gen­for­schung, der 2. Welt­krieg, eine Geheim­or­ga­ni­sa­tion und Atlan­tis zusam­men? A.G. Riddle beweist, dass all das in dem mit Sci­ence-Fic­tion durch­setz­ten Thril­ler „Das Atlan­tis Gen“ Platz hat. Er wirft den Leser rich­tig gehend mit­ten in eine atem­be­rau­bend schnelle Erzäh­lung zwi­schen Ver­gan­gen­heit und Zukunfts­vi­sio­nen, wis­sen­schaft­li­chen Fak­ten und ver­wir­ren­der Spio­nage. – Von Bücher­bän­di­ge­rin Elisabeth

Die Geheim­or­ga­ni­sa­tion Clock­tower wird ange­grif­fen. Die Flucht scheint aus­sichts­los und den­noch schafft es David Vale, der auch den 11. Sep­tem­ber in New York wie durch ein Wun­der über­lebt hat, zu flie­hen. Er kommt Immari auf die Schli­che. Die feind­li­che Orga­ni­sa­tion hat ein ver­hee­ren­des Ziel: Eine Apo­ka­lypse aus­zu­lö­sen, die die Mensch­heit bis auf wenige Aus­er­wählte aus­zu­lö­schen versucht.

Als David auf die Wis­sen­schaft­le­rin Kate War­ner trifft, wird klar, was Immari vor­hat. Vor 70.000 Jah­ren war der Homo Sapi­ens kurz vor dem Aus­ster­ben. Durch einen gene­ti­schen Sprung konnte er sich aller­dings an die Spitze set­zen und über­lebte. Schuld war das Atlan­tis-Gen, ein Ver­mächt­nis des sagen­um­wo­be­nen Vol­kes von Atlan­tis. Nun da Immari in Aktion tritt, ein rie­si­ges Schiff in der Ant­ark­tis gefun­den wird und eine Seu­che zu gras­sie­ren beginnt, müs­sen der Spion und die Wis­sen­schaft­le­rin mehr denn je um ihr Über­le­ben kämp­fen, sowohl um das eigene als auch das der Mensch­heit. Dabei rut­schen sie in ein ver­wor­re­nes Netz aus Lügen und unglaub­li­cher Fak­ten, die ihren Ursprung lange vor ihrer eige­nen Zeit hat­ten. Scheinbar…

A.G. Riddle schafft es, den Leser mit der ers­ten Seite direkt mit­ten in die Geschichte zu zie­hen. Es beginnt mit dem Angriff der Geheim­or­ga­ni­sa­tion. Einer Ein­lei­tung bedarf es nicht. Es wer­den keine über­flüs­si­gen Worte geschrie­ben. Erklä­run­gen sind so in den Text ein­ge­wo­ben, dass nichts unbe­ant­wor­tet bleibt. Die Hand­lung und der Span­nungs­bo­gen rei­ßen nie­mals ab.

Durch die kur­zen Kapi­tel und die schnel­len Orts­wech­sel, da meh­rere Par­teien gleich­zei­tig in Aktion tre­ten und die Ereig­nisse sich stän­dig über­schla­gen, bleibt dem Leser nichts ande­res übrig als wei­ter und wei­ter zu lesen. Auch wenn die Geschichte gegen Ende hin recht ver­wor­ren und mit­un­ter sehr fik­tio­nal wird, tut dies der Erzähl-Qua­li­tät des Autors kei­nen Abbruch. Cha­rak­tere, die klar defi­niert sind und genug Tiefe haben, um sich damit zu iden­ti­fi­zie­ren, aber nie­mals in lan­gen Gedan­ken­re­den ver­sin­ken. Eine ein­deu­tige Emp­feh­lung für jeden, der span­nende Action, gewürzt mit wis­sen­schaft­li­chen Fak­ten und einen Schuss von Zukunfts­vi­sio­nen und Sci­ence-Fic­tion liebt.

Das Atlan­tis-Gen. A.G. Riddle. Über­set­zung: Mar­cel Häuß­ler. Heyne. 2015.

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