Krankheiten, Grippewellen, Bakterien – jeder kennt das und versucht sich mit verschiedenen Mitteln davor zu schützen. Doch was ist, wenn eine neue Krankheit entsteht, unaufhaltbar und ohne Gnade? Das ist das Hauptthema von Teri Terrys neuer Trilogie „Infiziert“. – Von Bücherstädterin Jasmin
Killin, Schottland: hier ist Callie vor einem Jahr verschwunden, die Polizei sucht nicht mehr nach ihr und niemand weiß, ob sie noch am Leben ist. Als Shay (Sharoona) ein Foto von ihr sieht, erinnert sie sich, dass sie das Mädchen schon mal gesehen hat und zwar am Tag, an dem sie abhandenkam. Kai, der große Bruder von Callie macht sich sofort auf den Weg, als er davon erfährt. Er hat die Suche noch nicht aufgegeben und hofft, dass Shay ihm helfen kann, ohne zu ahnen, dass bald nichts mehr so sein wird wie früher: Sie nennen es die Aberdeen Grippe, niemand weiß genau, woher sie stammt, Heilmittel gibt es nicht und die Ausbreitung lässt viele Fragen aufflammen, doch die Sterblichkeitsrate beträgt fast 100% und max. 5% der Menschheit sind immun dagegen.
Ärzte, Wissenschaftler, alle Verschonten tun sich zusammen, um eine Lösung zu finden. Ein Wettlauf gegen etwas, was sie nicht identifizieren oder zuordnen können, beginnt, ohne Aussichten auf ein gutes Ende. Mittendrin kommen sich Kai und Shay immer näher, doch als Shay erste Symptome der Krankheit zeigt, setzt Kai alles daran, sie zu retten, bevor das Organversagen eintritt.
Das Geschehen wird aus der Sicht von Shay und Subjekt 369x geschildert, weshalb die Leser den Protagonisten lange Zeit einen Schritt voraus sind, was sich später allerdings ändert. Die Personen sind gut dargestellt, mit all ihren Ecken und Kanten, was sie sehr authentisch wirken lässt und weshalb man sie schnell ins Herz schließt. Mehrere Einblicke in die Physik gestalten das Buch nicht nur interessant, sondern auch realistisch. Leider war das Ende für mich zu offensichtlich, weshalb das Überraschungsmoment ausblieb, trotzdem war die Spannung noch vorhanden. Als Trilogie kann ich mir das Buch ehrlich gesagt nicht vorstellen, da die wichtigsten Fragen schon am Ende geklärt werden und ich nicht weiß, was noch passiere könnte, weshalb ich aber nicht weniger gespannt auf den 2. Teil bin.
Der Roman „Infiziert“ erzählt im Ganzen eine Liebesgeschichte in schweren Zeiten mit all den Höhen und Tiefen, ist eine Mischung aus Realität und Fantasy und so für jeden Typ geeignet.
Infiziert. Teri Terry. Übersetzung: Petra Knese. Coppenrath. 2017.
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