Maike Dud­dek

Zu­al­ler­er­st geht es um die Freu­de am Le­sen. Wer weiß, viel­leicht fällt mir durch den BK ein klei­ner Schatz in die Hän­de? Und wenn mei­ne Zeich­nun­gen die Welt bun­ter ma­chen kön­nen, dann wäre mir das auch sehr recht.

MaikeBü­cher­stä­di­scher Be­ruf:

Buch­stap­le­rin

Wo in Bü­cher­stadt wohn­st du?

Im Skrip­to­ri­um mit Zweit­wohn­sitz di­rekt ne­ben dem Buch­pran­ger.

Was machst du für den Bü­cher­stadt Ku­rier?

Ich re­zen­sie­re al­ler­lei Bü­cher – ger­ne mal Co­mics, An­spruchs­vol­les oder Un­ge­wöhn­li­ches. Dann un­ter­stüt­ze ich die Aus­ga­ben mit Il­lus­tra­tio­nen. Au­ßer­dem bin ich für die klei­nen Co­mic­strips ver­ant­wort­li­ch, die ab und zu er­schei­nen, und die mir fast im­mer ge­n­au so pas­siert sind.

Was ist dei­ne Mo­ti­va­ti­on, an die­sem Pro­jekt zu ar­bei­ten?

Ich will mich stär­ker mit den Bü­chern, die ich lese, aus­ein­an­der­set­zen, und sie nicht ein­fach nur eins nach dem an­de­ren kon­su­mie­ren. Was gibt es Bes­se­res, als die Ge­dan­ken in ei­nem klei­nen Text zu ord­nen? Au­ßer­dem kann ich mich mit vie­len an­de­ren Men­schen ver­net­zen und sie auf Bü­cher sto­ßen, zu de­nen sie son­st viel­leicht nicht ge­grif­fen hät­ten.

Was er­hoffst du dir da­bei?

Zu­al­ler­er­st geht es um die Freu­de am Le­sen. Wer weiß, viel­leicht fällt mir durch den BK ein klei­ner Schatz in die Hän­de? Und wenn mei­ne Zeich­nun­gen die Welt bun­ter ma­chen kön­nen, dann wäre mir das auch sehr recht.

Und was machst du, wenn du nicht für den Bü­cher­stadt Ku­rier ar­bei­test?

Ich stu­die­re Ger­ma­nis­tik und Kunst-Medien-Ästhetische Bil­dung und ar­bei­te ne­ben­bei im Li­te­ra­tur­haus Bre­men.

Was war als Kind dein Traum­be­ruf?

Ganz lang­wei­lig: Leh­re­rin.

Was war dein ers­tes selbst­ge­kauf­tes Buch?

Das weiß ich nicht mehr ge­n­au.

Wo liest du am liebs­ten?

Am liebs­ten: in ei­nem kusch­li­gen Bett mit op­ti­ma­ler Be­leuch­tung und in ei­ner Hal­tung, die kei­ne Rü­cken­schmer­zen ver­ur­sacht. Am häu­figs­ten: in ei­nem Bus, wenn ich zur Uni pend­le.

Wel­ches Gen­re be­vor­zugst du?

Ich be­we­ge mich da in nicht so stren­gen Ein­ord­nun­gen, auch wenn ich the­ma­ti­sch oder vom Set­ting ein paar Lieb­lin­ge habe. Wenn ein Buch mit Gen­res spielt und die Tren­nung in ver­meint­li­ch fes­te Schub­la­den sprengt, dann lohnt es sich für mich, zwei­mal hin­zu­se­hen.

Gibt es ein Buch, das dir be­son­ders am Her­zen liegt?

Die „Har­ry Potter“-Reihe – vor al­lem die ers­ten vier Bän­de könn­te ich im­mer wie­der ver­schlin­gen.

Was liebst du au­ßer­dem?

Ba­cken! Mit an­de­ren Men­schen stun­den­lang über Lieb­lings­bü­cher, –se­ri­en, –fil­me re­den! Kat­zen!

Was machst du in dei­ner Frei­zeit?

Ich bin oft sehr sprung­haft und ver­lie­be mich mal in das eine, dann das an­de­re Hob­by – aber meist ist das dann hand­werk­li­cher oder künst­le­ri­scher Na­tur, so­dass ich das Haus und da­mit mei­ne Bü­cher nicht mehr als nö­tig ver­las­sen muss. In die­se Ka­te­go­rie, aber we­ni­ger hand­werk­li­cher Na­tur, ge­hört auch der Twitter-basierte Buch­club, den ich ge­grün­det habe.

Wel­che drei Bü­cher wür­dest du mit auf eine ein­sa­me In­sel neh­men? Und war­um die­se?

„Har­ry Pot­ter und der Stein der Wei­sen“ – als Er­in­ne­rung, war­um ich Le­sen lie­be.
„Good Omens“ – da­mit ich et­was zum La­chen und zum Grü­beln habe.
„Wel­co­me to Night Vale“ – da­mit ich nie ver­ges­se, dass die Welt ein ab­sur­der, groß­ar­ti­ger, schreck­li­cher und schö­ner Ort ist.

Hast du ein Lieb­lings­wort?

Herz­al­ler­liebst.

Wie lau­tet dein Lieb­lings­zi­tat?

„Ver­schließt eure Bi­blio­the­ken, wenn ihr wollt; doch vor die Frei­heit mei­nes Geis­tes könnt ihr kein Tor, kein Schloss, kei­nen Rie­gel set­zen.“ – Vir­gi­nia Woolf

Wenn du ein Buch wärst, wel­ches wärst du?

Ei­nes der vie­len No­tiz­bü­cher, die du mal ge­kauft hast und dich nicht traust, hin­ein­zu­schrei­ben, weil du be­fürch­test, gleich die er­s­te Sei­te zu rui­nie­ren und das du des­halb ver­schämt weg­ge­packt hast. Aber ich war­te in dei­ner Schub­la­de. Oh ja. Du hast mich viel­leicht ver­ges­sen, aber ich bin da und mei­ne Zeit wird kom­men!

Wel­che Fra­ge hast du dir in ei­nem In­ter­view schon im­mer mal ge­wünscht und wie wür­de dei­ne Ant­wort dar­auf lau­ten?

Die Fra­ge nach dem Le­ben, dem Uni­ver­sum und dem gan­zen Rest. – 42.