Adri­an Leo­nar­do Win­kow­ski

Ich wäre ein Buch mit dem Ti­tel: „Eine skur­ri­le Samm­lung lus­ti­ger Sprü­che und Wit­ze; oder: wie ich lern­te das La­chen zu lie­ben – Vor Ge­brauch gut schüt­teln!“, ge­schrie­ben von ei­nem Af­fen, der auf ei­ner Schreib­ma­schine her­um tippt, um ei­gent­li­ch Shake­spears ver­lo­re­ne Wer­ke nie­der­zu­schrei­ben.

Bü­cher­städ­ti­scher Be­ruf:

Ge­schich­ten­er­zäh­ler

Wo in der Bü­cher­stadt wohn­st du?

Be­tritt ir­gend­ei­ne Gas­se in der Bü­cher­stadt und geh sie bis zum Ende durch. Dort könn­test du eine Ei­chen­holz­tür mit ei­nem ein­ge­schnitz­ten Lö­wen­kopf vor­fin­den. Hin­ter die­ser Tür wirst du mich fin­den, in ei­nem Raum vol­ler Wun­der, Träu­me und un­vor­stell­ba­rer Din­ge.

Was machst du für den Bü­cher­stadt Ku­rier?

Ich ar­bei­te für das Krea­tiv­la­bor, be­su­che je­doch auch im­mer wie­der die an­de­ren Ge­bäu­de der Bü­cher­stadt. Hin und wie­der ho­cke ich auch un­ter ei­ner Brü­cke und ver­lan­ge Weg­zoll.

Was ist dei­ne Mo­ti­va­ti­on, an die­sem Pro­jekt zu ar­bei­ten?

Ich lie­be gute Ge­schich­ten und der BK scheint eine ziem­li­ch gute Ge­schich­te zu sein.

Was er­hoffst du dir da­bei?

Eine schö­ne, krea­ti­ve und lehr­rei­che Zeit.

Und was machst du, wenn du nicht den Bü­cher­stadt Ku­rier ar­bei­test?

Ich ma­che eine Er­zie­her­aus­bil­dung und ar­bei­te ne­ben­bei als Bar­kee­per in ei­ner Knei­pe. Fort­set­zung folgt…

Was war als Kind dein Traum­be­ruf?

Im­mer wenn mich als Kind je­mand ge­fragt hat, was ich mal wer­den will, war mei­ne Ant­wort: Falk­ner. Ich fand Vö­gel wie Ad­ler, Eu­len, Fal­ken, Gei­er, etc. ex­trem fas­zi­nie­rend und ma­jes­tä­ti­sch (und das fin­de ich noch im­mer). Seit mein Va­ter mei­nem Bru­der und mir abends vor dem Schla­fen­ge­hen noch die „Herr der Ringe“-Bücher vor­ge­le­sen hat, woll­te ich Ge­schich­ten­er­zäh­ler wer­den. Ei­nen von zwei Be­rufs­wün­schen habe ich er­reicht; ich wer­de mir jetzt ir­gend­wo­her ´ne Eule klau­en.

Was war dein ers­tes, selbst­be­kauf­tes Buch?

So­weit ich mich zu­rück­er­in­nern kann: „Die Al­chi­mis­tin“ von Kai Mey­er. Ich wur­de nicht ent­täuscht und das Buch liegt im­mer noch bei mir her­um.

Wo liest du am liebs­ten?

Über­all wo ich die Zeit und die Mög­lich­keit habe; zu Hau­se, im Bus, wenn ich zu früh auf Ar­beit kom­me, etc.

Wel­ches Gen­re be­vor­zugst du?

Hmmm… schwer zu sa­gen. Mit Ge­schich­ten, sei­en es nun Bü­cher oder Co­mics, ist es bei mir wie mit Mu­sik; das Gen­re ist mir im Gro­ßen und Gan­zen ziem­li­ch egal, es muss mich mit­rei­ßen.

Gibt es ein Buch, das dir be­son­ders am Her­zen liegt?

Wenn ich ge­n­au dar­über nach­den­ke, dann „Komm, ich er­zähl dir eine Ge­schich­te“ von Jor­ge Bu­cay. Die­ses Buch ist zwar klein, ent­hält aber so vie­le schö­ne Ge­schich­ten für so vie­le Le­bens­la­gen.

Was liebst du au­ßer­dem?

Die ma­gi­schen so­wie un­er­klär­li­chen Mo­men­te und Er­eig­nis­se, wel­che ei­nem so über den Weg lau­fen; denn die Welt steckt vol­ler Ma­gie, man muss sich nur mal ge­nau­er um­schau­en. Zu­dem lie­be ich es zu la­chen. All der Wahn­sinn und die Dumm­heit, wel­che man Tag für Tag mit­be­kommt, sei es in den Nach­rich­ten oder in sei­nem di­rek­ten Um­feld, lässt sich um ei­ni­ges bes­ser ver­kraf­ten, wenn man ein­fach mal lacht. Hin­zu kommt, dass La­chen zum ei­nen ziem­li­ch ge­sund ist, da es Stress und Frus­tra­ti­on senkt, an­de­rer­seits ist es auch ein­fach nur schön und steckt an.

Was machst du in dei­ner Frei­zeit?

Was bis­her ge­schah: … Er­zie­her­aus­bil­dung… Bar­kee­per… Und so geht es wei­ter: Das, was mei­ner See­le ge­ra­de gut tut. Ich lese ger­ne, ob Buch, Co­mic oder Ge­brauchs­an­wei­sun­gen von IKEA – und schrei­be auch ger­ne selbst Ge­schich­ten. Zu­dem spie­le ich lei­den­schaft­li­ch ger­ne Gi­tar­re, mag es beim Kla­vier­spie­len in der Me­lo­die zu ver­sin­ken und beim Sin­gen jeg­li­che Freu­de, all den Frust und all mei­ne Kraft her­aus­zu­las­sen. Hin und wie­der er­kun­de ich auch noch Lost Pla­ces, da sie oft­mals Stoff für eine gute Ge­schich­te bie­ten und auch eine At­mo­sphä­re ver­strö­men, die ein­fach nur an­ge­nehm gru­se­lig ist.

Wel­che drei Bü­cher wür­dest du mit auf eine ein­sa­me In­sel neh­men? Und war­um die­se?

*Eine um­fas­sen­de Mär­chen­samm­lung, weil man Mär­chen im­mer wie­der le­sen kann.
*„Krieg und Frie­den“ von Tol­stoi; man sag­te mir mal, dass man das un­be­dingt ge­le­sen ha­ben muss, nur fehl­te mir bis­her die Muße da­für. Zu­dem kann man es, wenn man es fer­tig ge­le­sen hat, an ei­nen Sto­ck bin­den und als Knüp­pel ver­wen­den. Mit über 1500 Sei­ten im Hard­co­ver lässt sich be­stimmt das ein oder an­de­re Wild­schwein er­le­gen. Wenn ich dann noch den Wild­schwein­kopf auf ei­nen Pfahl spie­ße, dann… hmmm… Ach na ja, das ist eine an­de­re Ge­schich­te!
*Das gro­ße Buch der Über­le­bens­tech­ni­ken, falls ich da län­ger blei­be.

Hast du ein Lieb­lings­wort?

„Merk­wür­dig“ ist ein schö­nes Wort, denn es gibt so vie­le schö­ne Din­ge (Men­schen, Er­eig­nis­se, usw.) die es wür­dig sind, sich ih­rer zu mer­ken. Vie­le se­hen dar­in et­was Ne­ga­ti­ves, eine Be­lei­di­gung oder et­was Un­an­ge­neh­mes, doch für mich ist die­ses Wort ein Kom­pli­ment.

Wie lau­tet dein Lieb­lings­zi­tat?

„Al­les ist mög­li­ch dem, der da glaubt.“ (Mar­kus 9; 23) Das war mein Tauf­spruch, aber ist auch ohne kirch­li­chen Kon­text gut zu ge­brau­chen.

Hast du ei­nen Lieb­lings­film?

Hui, es gibt so vie­le schö­ne und tol­le Fil­me, aber ich ent­schei­de mich für: „Big Fish“ von Tim Bur­ton, da es sehr schön zeigt, wie viel Fan­tas­ti­sches in der Rea­li­tät ste­cken kann.

Wenn du ein Buch wärst, wel­ches wärst du?

Ich wäre ein Buch mit dem Ti­tel: „Eine skur­ri­le Samm­lung lus­ti­ger Sprü­che und Wit­ze; oder: wie ich lern­te das La­chen zu lie­ben – Vor Ge­brauch gut schüt­teln!“, ge­schrie­ben von ei­nem Af­fen, der auf ei­ner Schreib­ma­schine her­um tippt, um ei­gent­li­ch Shake­spears ver­lo­re­ne Wer­ke nie­der­zu­schrei­ben.

Wel­che Fra­ge hast du dir in ei­nem In­ter­view schon im­mer ge­wünscht und wie wür­de eine Ant­wort dar­auf lau­ten?

War­um? Weil ich‘s kann!