Buchgeschenk: Hüter der Worte

[Interview - Rezension] Cover Hüter der Worte

Tom Schä­fer hat mit sei­ner Buch­rei­he zum Grenz­rei­ter La­ryon ei­nen groß­ar­ti­gen Start in die Welt der Fantasy-Autoren ge­schafft – so groß­ar­tig, dass es ihm ge­lingt, sei­nem Ver­lag eine wei­te­re Rei­he zu ver­kau­fen.

Der ers­te Band ist fer­tig, al­ler­dings ver­hält es sich gleich mit Toms Fan­ta­sie; er lei­det un­ter ei­ner Schreib­blo­cka­de, wäh­rend sei­ne Ver­le­ge­rin Su­san­ne, die trotz sei­ner leicht schus­se­li­gen und manch­mal ge­dan­ken­lo­sen Art volls­tes Ver­trau­en in sein Schrei­ben hat. Doch der Ide­en­stau hält an, und Tom ver­zwei­felt im­mer mehr über der Ge­schich­te rund um La­ryon. Zu­min­dest, bis er ei­nes Mor­gens voll­kom­men ver­ka­tert auf­wacht und ihn eine Chat-Nachricht der ge­heim­nis­vol­len Me­la­nie er­war­tet, die mehr über die Welt, die Tom er­schaf­fen hat, zu wis­sen scheint. Sie dis­ku­tie­ren sei­ne Fan­ta­sie­welt Wil­le­rin, und mehr als ein­mal gibt sie ihm neue Ide­en, so­dass Toms Wor­te end­lich wie­der aufs Pa­pier flie­ßen. Das Le­ben in Müns­ter nimmt sei­nen Lauf, und Tom nimmt Me­la­nie mit sich zur Buch­mes­se, wo er das fer­tig­ge­stell­te Buch der Öf­fent­lich­keit vor­stellt.
Dar­in ver­rät er La­ryons Su­che nach Kary, ei­nem au­ßer­ge­wöhn­li­chen Jun­gen, der vol­ler Ge­schich­ten zu sein scheint, die er­zählt wer­den wol­len. Doch war­um ist Me­la­nie ur­plötz­lich der­art wü­tend auf ihn und ver­schwin­det spur­los? Es wird Zeit für Tom, sich Ge­dan­ken dar­über zu ma­chen, war­um Me­la­nie bei­nah mehr über Wil­le­rin weiß als er selbst. Viel­leicht kann ihm La­ryon das be­ant­wor­ten.

Je­der, der Ge­schich­ten schreibt, fragt sich ein­mal im Schrei­ben: Le­ben mei­ne Fi­gu­ren in ei­ner Welt ab­seits von mei­ner ei­ge­nen?
Dia­na Men­schig spinnt in „Der Hü­ter der Wor­te“ ein Netz zwi­schen der rea­len Welt in Müns­ter und der Par­al­lel­welt der Wort­ge­stal­ten, Wil­le­rin. Mit viel Witz und hu­mor­vol­len Dia­lo­gen ver­folgt sie die Ge­schich­ten von La­ryon und Tom, und ver­knüpft sie schließ­lich, in­dem sie die bei­den auf die Su­che nach Kary und der ‘Gro­ßen Hal­le’ schickt. Die­ser Fantasy-Roman kann an ei­nem Wo­chen­en­de durch­ge­le­sen wer­den, oder auch nicht – die mit viel Lie­be zum De­tail be­schrie­be­ne Welt von Wil­le­rin lädt zum Her­um­strei­fen und Ent­de­cken ein. Au­ßer­dem ge­lingt es Dia­na Men­schig in die­sem Debüt-Roman ein Blick in den Kopf ei­nes Au­to­ren: Toms Ge­dan­ken wäh­rend des Schrei­bens, sei­ne Ängs­te und Är­ger­nis­se so­wie der Mo­ment der Freu­de, wenn et­was so klingt, wie es klin­gen soll, sind ein be­son­de­res Ex­tra. Wer woll­te schon im­mer in den Kopf ei­nes Au­to­ren und sei­ner Fi­gu­ren hin­ein­schau­en?

Eri­ka

Buch­ge­schenk!

Der Bü­cher­stadt Ku­rier ver­lost ein Ex­em­plar des Ro­mans „Hü­ter der Wor­te” – mit Au­to­gramm der Au­to­rin! Um zu ge­win­nen, müsst Ihr nur fol­gen­de Fra­ge be­ant­wor­ten: Wel­cher Prot­ago­nist liegt Dia­na Men­schig be­son­ders am Her­zen? Schickt die Ant­wort bis zum 15. Sep­tem­ber 2013 an bk.redaktion@yahoo.de! Der Ge­win­ner wird bis zum 20. Sep­tem­ber 2013 per E-Mail in­for­miert. (Tipp: Die Ant­wort fin­det ihr im In­ter­view mit Dia­na Men­schig. Die­ses be­fin­det sich in der 9. Aus­ga­be des Bü­cher­stadt Ku­riers.)

Wortklauberin Erika
Über Wortklauberin Erika 17 Artikel
Wortklauberin Erika schaltet und waltet in der Bücherstadt vom beschaulichen Wien aus. Sie studiert im Master Vergleichende Literaturwissenschaft mit einem Schwerpunkt auf Psychoanalyse, Metafiktion und Kulturtransfer und ist in der Schreibdidaktik tätig.

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